Mit Tempo 250 in Baustelle unterwegs: Autofahrer muss Riesen-Strafe zahlen

Gericht bewertet Aktion als „verbotenes Fahrzeugrennen“

Mit Tempo 250 in Baustelle unterwegs: Autofahrer muss Riesen-Strafe zahlen

Weil er mit 244 Stundenkilometern in einem Baustellenbereich unterwegs war, muss ein 53-jähriger Autofahrer nun eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro zahlen. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Zudem muss der Mann, wie das Amtsgericht Frankfurt am Freitag entschied, seinen Führerschein für zehn Monaten abgeben. So wertete das Gericht die Fahrt als ein verbotenes Fahrzeugrennen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte war Ende 2020 auf der A3 zwischen Frankfurt und Wiesbaden unterwegs, als er bei Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) in die Baustelle fuhr, wo ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern galt. Wie die dpa berichtet, bremste der Mann erst, als ihn eine Überwachungsanlage geblitzt hatte. Im Prozess räumte der Mann nun ein, am Steuer gesessen zu haben. Einen Grund, warum er so schnell fuhr, nannte er nicht.

Wie das Gericht nun urteilte, sei allein die „abstrakte Gefährdung“ anderer Verkehrsteilnehmer innerhalb der unübersichtlichen Baustelle Grund für die Verurteilung gewesen. Laut Urteil muss an einem verbotenen Fahrzeugrennen auch kein zweites Auto teilnehmen. Wie die dpa berichtet, hatte der Verteidiger einen Freispruch seines Mandanten beantragt, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe.

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