Messerstecherei-Prozess: 11 Jahre und 3 Monate Haft für den Hauptangeklagten

Bewährungsstrafen für Nebenangeklagte

Messerstecherei-Prozess: 11 Jahre und 3 Monate Haft für den Hauptangeklagten

Im Prozess um eine Messerstecherei am 11. Juni 2017 hat das Landgericht Wiesbaden den Hauptangeklagten Benedict S. wegen Totschlags, versuchten Totschlags sowie gefährlicher Körperverletzung zu 11 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die tödlichen Messerstiche gegen den 19-jährigen Marlon H. sowie die Verletzungen gegen zwei seiner Begleiter nicht aus Notwehr passierten, sondern gezielt ausgeführt wurden.

Der Nebenangeklagte Max S. wurde zu 1 Jahr und 9 Monaten auf Bewährung wegen Beihilfe zum Totschlag verurteilt. Er gilt als Initiator der Auseinandersetzung im Juni, in deren Folge es zu den tödlichen Stichen kam.

Luca D., der sich in dem Fall ebenfalls als Nebenangeklagter verantworten muste, erhält wegen seiner Beteiligung an der Messerstecherei eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und 5 Monaten. Seine Personalie hatte im Vorfeld für öffentliches Aufsehen gesorgt, da er zum Tatzeitpunkt in der Ausbildung bei der Polizei stand.

Hintergrund

In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni - nach dem Wilhelmstraßenfest - kam es in der Wiesbadener Fußgängerzone zu einer Auseinandersetzung zwischen den drei Angeklagten sowie einer Gruppe um die späteren Opfer. Im Laufe des Streits hatte Maximilan S. mit einem Klappmesser mehrfach auf seine Widersacher eingestochen, wodurch eine Person tödlich und zwei schwer verletzt wurden.

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