Corona-Hilfen: So bekommen Unternehmer jetzt ihr Geld

Seit Montag können kleine Unternehmen, die durch die Corona-Krise Einbußen haben, Hilfsgelder der Regierung beantragen. Hier eine Übersicht, wer einen Antrag stellen kann und wie es funktioniert.

Corona-Hilfen: So bekommen Unternehmer jetzt ihr Geld

Die aktuelle Corona-Krise ist auch für die Wirtschaft eine schwere Zeit. Besonders kleine Unternehmen wie Cafés, kleine Geschäfte oder Selbstständige leiden wegen fehlender Einnahmen unter den nötigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus’. Der Bund und das Land Hessen haben daher Gelder für ein Soforthilfeprogramm zur Verfügung gestellt, um den Unternehmen aus der Krise zu helfen.

Allein das Land hat dafür 2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Anträge müssen über ein Online-Formular ausgefüllt werden. Daher bittet die Landesregierung, dass niemand nur aus reinem Interesse die Anträge anklicken soll, um zu gewährleisten, dass die Seite nicht unter den hohen Besucherzahlen zusammenbricht. Die Plattform ist seit Montag freigeschaltet, Anträge können voraussichtlich bis zum 31. Mai eingereicht werden.

Wer kann einen Antrag stellen?

Anspruch auf die Sofort-Hilfe der Regierung haben Selbständige, Freiberufler, Künstler und Unternehmen mit bis zu 50 Angestellten. Auch am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH können Gelder beantragen. Wer einen Antrag stellt, muss genau darlegen können, dass dem Unternehmen durch Corona Einnahmen fehlen.

„Die Soforthilfe soll ermöglichen, dass diejenigen, die in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in massive Liquiditätsengpässe geraten sind, ihre Rechnungen und ihre Miete bezahlen und andere unabweisbare Forderungen erfüllen können“, erklärte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) dazu.

Wie viel Geld gibt es?

Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der Bundesförderung bei

  • bis zu 5 Beschäftigten: bis zu 10.000 Euro,

  • bis zu 10 Beschäftigten: bis zu 20.000 Euro,

  • bis zu 50 Beschäftigten: bis zu 30.000 Euro.

Zusätzlich bietet das Land Hessen den Unternehmen an, über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ein so genanntes Nachrangdarlehen in Höhe von mindestens 5000 Euro bis maximal 200.000 Euro zu beantragen.

Wie funktioniert der Antrag?

Die Anträge müssen online beim Regierungspräsidium Kassel ausgefüllt werden. Die Seite ist von Montag bis Sonntag von 6 bis 24 Uhr geschaltet. Bevor man den Antrag stellt, sollte man sicherstellen, dass man alle notwendigen Unterlagen zur Hand hat. Die hessische Landesregierung hat dazu ein Merkblatt zusammenstellt. Alle Unterlagen parat zu haben ist wichtig, da das Anmeldeformular bei 15 Minuten Inaktivität den Nutzer aus Sicherheitsgründen ausloggt. Weitere Hilfen bei der Umsetzung der Anträge bietet die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden (IHK) auf ihrer Homepage.

Wann wird das Geld ausgezahlt?

Trotz der hohen Zahl an Anträgen will die Landesregierung dafür sorgen, dass die Hilfen schnell ausgezahlt werden. Wenn alle Angaben korrekt sind, solle es nur wenige Tage dauern, bis das Geld auf den Konten ist. (js)

Logo