Jugendparlament will Open-Air-Partys im Sommer: „Wir haben viel verpasst“

Seit über einem Jahr müssen auch die Wiesbadener Jugendlichen ihr Leben an die Corona-Regeln anpassen. Das Jugendparlament will jetzt, dass die Stadt Open-Air-Partys plant, die schon in diesem Sommer starten könnten.

Jugendparlament will Open-Air-Partys im Sommer: „Wir haben viel verpasst“

Ob die große Party zum 16. oder 18. Geburtstag, der Abschlussball oder der erste Clubbesuch - all diese eigentlich ganz normalen Dinge sind vielen Wiesbadener Jugendlichen im vergangenen Jahr verwehrt geblieben. Die Corona-Pandemie schränkt auch sie ein. Das Wiesbadener Jugendparlament macht darauf immer wieder aufmerksam - und bittet den Magistrat der Stadt jetzt darum, sich ein Konzept zu überlegen, um Open-Air-Partys möglich zu machen.

„Jugendliche müssen auf alle sozialen Kontakte verzichten und treffen sich praktisch nur noch vorm Bildschirm.“ - Mia Hepp, Jugendparlament

„Mittlerweile sind wir seit über einem Jahr mit Corona unterwegs. Wir Jugendlichen haben in der Zeit viel verpasst“, sagt Mia Hepp vom Wiesbadener Jugendparlament. Schon vor der Pandemie sei es für die Jugendlichen schwer gewesen, Partys und Ausgehmöglichkeiten zu finden. Die aktuelle Lage mache es aber besonders schwer, erklärt die 16-Jährige. „Ich denke, dass die Jugendlichen und auch Studierende auf einen schönen Sommer hinfiebern, denn sie halten sich schon so weit wie möglich zurück, was Partys angeht. Sie müssen auf alle sozialen Kontakte verzichten und treffen sich praktisch nur noch vorm Bildschirm.“ Open-Air-Partys könnten schon früher stattfinden als Partys in Innenräumen und den jungen Leuten Vorfreude auf den Sommer geben, findet das Jugendparlament.

Die Idee: Die Stadt veranstaltet noch in diesem Jahr eine kleine Open-Air-Veranstaltung, ähnlich wie das „Parookaville Festival“ im nordrhein-westfälischen Weeze im letzten Jahr. Dort gab es unter anderem kleine, abgetrennte Tanzflächen, durch die Abstände eingehalten werden konnten. „Darüber hinaus sehen wir negative Corona-Schnelltest, sowie eine Maskenpflicht auf dem Gelände als eine mögliche Option“, erklärt Noah Benjamin Said, Vorsitzender des Jugendparlaments.

„Ziel bleibt aber eine Open-Air-Party in diesem Sommer.“ - Noah Benjamin Said, Vorsitzender des Jugendparlaments

Stattfinden soll die erste Party bestenfalls im Sommer. „Als idealen Zeitraum sehen wir den September, wenn wir in unsere Berechnung die Impfstatistik mit einbeziehen“, sagt Noah. Ein früherer Termin werde wahrscheinlich sowohl aus pandemischen als auch aus organisatorischen Gründen nicht umsetzbar sein. „Ziel bleibt aber eine Open-Air-Party in diesem Sommer.“ Der Magistrat soll jetzt berichten ob und wie das möglich sein wird.

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