Wie Unternehmen in Wiesbaden für mehr Desinfektionsmittel sorgen

Hochprozentiges aus der Sektkellerei Henkell-Freixenet soll bald für Hygiene in Wiesbadener Krankenhäusern sorgen. Dafür tut sich das Unternehmen für ein besonderes Projekt mit Experten zusammen.

Wie Unternehmen in Wiesbaden für mehr Desinfektionsmittel sorgen

Egal ob in der Drogerie oder in Krankenhäusern: Desinfektionsmittel wird in Wiesbaden immer knapper. Deshalb haben sich jetzt mehrere Unternehmen aus Wiesbaden zusammengetan, um mit ungewöhnlichen Mitteln für Nachschub zu sorgen.

Den Grundstock für das Desinfektionsmittel bilden rund 50.000 Liter hochprozentiger Alkohol. Diesen steuert die Sektkellerei Henkell-Freixenet zum Projekt bei. Er stammt aus der Produktion von alkoholfreiem Sekt und Wein, wo er den Getränken entzogen wird.

„Im engen Austausch mit der Stadt Wiesbaden haben wir die Idee entwickelt, den aus der Entalkoholisierung resultierenden Alkohol an Wiesbadener Krankenhäuser und Gesundheitsabnehmer zu spenden“, erklärt Kommunikationschef Jan Rock. Gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Franz (CDU) habe das Unternehmen als Partner für das Projekt die Firmen Infraserv Wiesbaden, den Wiesbadener Apothekenverbund AUMEAS, den Industriepark Kalle-Albert und das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck für das Projekt gewinnen können.

Die Firma Merck wird dabei am Standort Wiesbaden eine Anlage umfunktionieren, die normalerweise für hochreine Produkte in der Halbleiter-Industrie benutzt wird. „Auch in der aktuell angespannten Situation rund um das Coronavirus möchten wir unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen“, erklärt Dirk Schmalz, Leiter des Merck-Standortes Wiesbaden, die schnelle Entscheidung des Unternehmens. (mo)

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