Immer mehr Unfälle mit E-Scootern in Wiesbaden

Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt steigt ebenfalls

Immer mehr Unfälle mit E-Scootern in Wiesbaden

Die Anzahl der Unfälle, in die E-Scooter verwickelt sind, ist in Wiesbaden dramatisch angestiegen. Das geht aus der neuen Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2023 hervor, die das Polizeipräsidium Westhessen am Mittwoch veröffentlicht hat.

Demnach stieg die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle mit E-Scootern im Vergleich zum Vorjahr von 81 auf 130, also um 60,49 Prozent. Hierbei stieg auch die Gesamtzahl der Verletzten von 44 auf 74. Die Anzahl der Schwerverletzten sank allerdings von zwölf auf zehn. Aufgrund der sehr deutlichen Steigerung der Verkehrsunfallzahlen mit den „Elektrokleinstfahrzeugen“ sollen die Kontrollen hier im Jahr 2024 verstärkt werden, so die Polizei.

Mehr Verletzte, weniger Tote

Insgesamt stieg auch die Zahl aller Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr. So wurden 2023 im Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion Wiesbaden insgesamt 9069 Verkehrsunfälle registriert, 2022 waren es noch 8585 – also 484 weniger. Damit stieg die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr um 5,64 Prozent. Dabei kamen fünf (2022: acht) Menschen ums Leben. Insgesamt wurden 1364 (2022: 1276) Personen verletzt. Die Zahl der Verunglückten mit schweren Verletzungen sank um rund 11,3 Prozent auf 125, 2022 waren es 141.

Wie die Polizei angibt, stehen die Verkehrsunfallzahlen unter anderem auch im Zusammenhang mit der stetig wachsenden Bevölkerungszahl in Wiesbaden. Zudem habe der Wegfall und Neubau der Salzbachtalbrücke eine besondere Herausforderung dargestellt. Die Verlagerung der Verkehrswege und die Umleitungen hätten zu mehr Staus geführt.