Was die Stadt gegen Unfälle in der Mainzer Straße tun will

In der Mainzer Straße gibt es für Autofahrer gleich zwei Gefahrenstellen. Das Tiefbau- und Vermessungsamt will diese Unfallschwerpunkte jetzt beseitigen.

Was die Stadt gegen Unfälle in der Mainzer Straße tun will

Viel Verkehr, mehrere Fahrspuren und Autofahrer, die sich kurzfristig für eine andere Spur oder Richtung entscheiden: So sieht der Alltag auf dem ersten Ring im Bereich der Mainzer Straße aus. Laut Tiefbau- und Vermessungsamt führt das an zwei Stellen zu vielen Unfällen.

Zu schnell unterwegs

Der erste Unfallschwerpunkt befindet sich an den Abbiegespuren vom Ersten Ring auf die Mainzer Straße. Denn wer vom Hauptbahnhof kommend rechts in die Mainzer Straße abbiegen will, kann zwei Spuren benutzen. Entweder die Rechtsabbieger-Spur, oder eine Spur, über die man auch geradeaus in Richtung Berliner Straße fahren kann. Und das bringt Probleme mit sich. Denn einige Autofahrer fahren an dieser Stelle zu schnell, geraten dadurch auf die andere Spur und streifen andere Abbieger.

Gefährliche Wendemanöver

Nur wenige Meter weiter, in Höhe des Mercedes-Autohauses an der Mainzer Straße 84, dann der nächste brenzlige Unfallschwerpunkt. Die Autos, die zuvor auf zwei Spuren vom Ring kommend in die Straße einbiegen, treffen dort auf Fahrzeuge, die aus der Unterführung von der Lessingstraße kommen. Auch hier kommt es laut Stadt häufig zu Unfällen.

Zum einen, weil sich einige Autofahrer zu früh einfädeln und mit parallel fahrenden Fahrzeugen zusammenstoßen. Zum anderen wenden dort viele Fahrer um wieder zurück in Richtung Ring zu kommen, obwohl das eigentlich verboten ist. Dabei stoßen einige von ihnen mit Autofahrern, die aus der Unterführung kommen, zusammen. Laut Tiefbau- und Vermessungsamt kam es dadurch 2016 und 2017 zu insgesamt 22 Unfällen.

Stadt will Unfällen zukünftig vorbeugen

Das Amt will jetzt Maßnahmen treffen, um Unfällen an beiden Stellen vorzubeugen. In Zukunft sollen Rechtsabbieger vom ersten Ring in die Mainzer Straße nur noch eine Spur anstatt zwei nutzen können. Die Spur, über die man sowohl geradeaus fahren, als auch rechts abbiegen kann, wird dann zur reinen Geradeaus-Fahrspur. Außerdem werden neue Markierungen eingezogen und vorhandene entfernt. Wer dann in die Mainzer Straße einfährt, hat zunächst eine breitere Spur zur Verfügung, die später zu zwei wird.

Auf Höhe des Autohauses in der Mainzer Straße sollen außerdem Fahrbahnteiler gebaut werden. Autofahrern wird es dadurch unmöglich, einen U-Turn zu machen, um wieder in Richtung Gustav-Stresemann-Ring zu fahren. Außerdem können sie die parallel fahrenden Fahrzeuge auf der Höhe nicht mehr streifen.

Der Plan des Tiefbau- und Vermessungsamts muss jetzt noch abschließend beschlossen werden. Kosten werden die beiden Veränderungen am ersten Ring und in der Mainzer Straße nach Berechnungen des Amts insgesamt 125.000 Euro. (nl)

Logo