Ärger um Ampelmast auf neuem Radweg in Schierstein

Seit Herbst entsteht in Schierstein ein neuer Radweg. Kurz vor der Fertigstellung kommt jetzt erste Kritik von Radfahrern auf, die eine Kreuzung an der Saarstraße als gefährlich empfinden.

Ärger um Ampelmast auf neuem Radweg in Schierstein

Durchgängig von der Rheingaustraße bis zur Erich-Ollenhauer-Straße— auf diese 4,7 Kilometer lange Radwegverbindung über die Saarstraße haben sich viele Wiesbadener gefreut. Im Herbst starteten die Arbeiten, die meisten Abschnitte sind bereits fertig. Doch an der Kreuzung zwischen der Alten Schmelze und der Saarstraße stutzen viele Radfahrer. Unter ihnen auch Merkurist-Leser Peter. Er sagt in einem Snip, dort herrsche Unfallgefahr.

Denn mitten auf dem Radweg steht ein Ampelmast. Nur rund 75 Zentimeter Platz gibt es dort auf jeder Seite, um mit dem Fahrrad an dem Hindernis vorbei zu fahren. Laut Peter könne das gefährlich werden. Dabei denkt er nicht nur an die Fahrer von klassischen Zweirädern.

So eng wie an dieser Stelle ist der Radweg aber nicht auf der gesamten Strecke. Weil sich die Planer an den zuvor gegebenen Straßenverhältnissen orientieren mussten, fallen die Abschnitte sehr unterschiedlich aus. So sollen die Radfahrer künftig entweder auf einem Schutzstreifen fahren können, oder auf einem Rad- und Gehweg. Zwischen der Brücke über der A66 und der Einmündung zur Sylter Straße wurden außerdem die bereits vorhandenen Rad- und Gehwege verbreitert.

Gerade breit genug

„Es ist bislang nicht vorgesehen, den Mast zu versetzen oder den Weg zu verbreitern.“ - Sprecher Verkehrsdezernat

„Für eine sichere Radverkehrsverbindung hat sich die Verkehrsplanung sowohl nach den geltenden Rechtsvorschriften als auch nach den örtlichen Gegebenheiten zu richten. Dies erforderte, insbesondere auf einer knapp fünf Kilometer langen Straße, eine entsprechende Vorarbeit“, erklärt ein Sprecher des Verkehrsdezernates auf Anfrage von Merkurist. Die Vorschriften legen dabei fest, wie breit ein Radweg sein muss — und berücksichtigen dabei auch Gefälle, erwartete Fahrgeschwindigkeit und mögliche Parksituationen von Autos. Bei einem Radweg innerorts, der nur in eine Richtung befahren wird, reichen 150 Zentimeter dabei aus. Die Stelle in Schierstein entspricht dieser Breite, wenn beide Seiten des Ampelmastes gemessen werden. Deshalb sagt das Verkehrsdezernat: „Es ist bislang nicht vorgesehen, den Mast zu versetzen oder den Weg zu verbreitern.“

Derzeit stünde nur noch die Fertigstellung des letzten Bauabschnittes und einige kleine Restarbeiten auf der Strecke an. Laut Verkehrsdezernat soll der Radweg Mitte August fertig werden. (ts)

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