Achtung, Wild!

Derzeit kommt es rund um Wiesbaden wieder vermehrt zu Wildunfällen. Wie sich das verhindern lässt und was im Ernstfall zu tun ist, erfahrt Ihr in unserem Artikel.

Achtung, Wild!

Die Tage werden kälter, kürzer und wieder dunkler. Kein Zweifel: Der Herbst ist da. Damit steigt auch wie jedes Jahr die Zahl der Wildunfälle. Im Rheingau-Taunus-Kreis ereigneten sich allein zwischen Montag- und Dienstagmorgen neun Unfälle. Autofahrer wurden dabei zwar nicht verletzt, an Tieren und Autos entstanden allerdings teilweise erhebliche Schäden.

Die Polizei mahnt deshalb zur Vorsicht. Autofahrer sollten die Gefahr, die von den Tieren ausgeht, die plötzlich die Straße überqueren, keinesfalls unterschätzen. Gerade bei Fahrten durch ländliche Bereiche, Wald- und Wiesengebiete sollte man vorsichtig fahren. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden muss man derzeit immer damit rechnen, dass ein Tier auf die Fahrbahn gelaufen kommt.

„Passen Sie Ihre Fahrweise an, beachten Sie die entsprechenden Warnschilder und seien Sie bremsbereit“, rät die Polizei Westhessen in einer Pressemeldung. Wer während der Fahrt Wild am Fahrbahnrand stehen sieht, sollte zunächst abblenden, abbremsen, hupen und gegebenenfalls natürlich auch anhalten. Nicht vergessen: Warnblinkanlage einschalten, damit andere Fahrer das langsame oder stehende Auto auch bemerken und es nicht zu Auffahrunfällen kommt.

Wenn ein Tier wieder vom Fahrbahnrand verschwindet, sollte man nicht einfach normal weiterfahren. Vielmehr ist Schrittgeschwindigkeit die richtige Wahl, da das Tier jederzeit wieder kommen könnte. Auch wenn ein Wildtier die Fahrbahn bereits überquert hat, ist Vorsicht geboten, da einem Tier oftmals noch einige andere folgen.

Wenn es unvermittelt dazu kommt, dass bei voller Fahrt ein Tier über die Fahrbahn rennt, sollte man auf keinen Fall versuchen, auszuweichen, denn dadurch entstehen oft schlimme Unfälle. Vielmehr ist starkes Abbremsen die richtige Wahl. Doch Vorsicht: Gerade auf nassem oder mit Laub befallenem Boden könnte das Auto ins Schlingern geraten. Kommt es zu einem Zusammenstoß, sollte umgehend die Polizei informiert werden. Die Tiere sollen nicht angefasst oder gar mitgenommen werden. (nl)

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