Das sind die gefährlichsten Kreuzungen in Wiesbaden

Die Polizei Wiesbaden hat eine Bilanz zum Unfallgeschehen in der Stadt vorgelegt. Besonders an fünf Orten wird es immer wieder kritisch.

Das sind die gefährlichsten Kreuzungen in Wiesbaden

Im vergangenen Jahr hat die Polizei in Wiesbaden insgesamt 8737 Verkehrsunfälle registriert und damit etwas mehr als im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Bilanz der Polizei Wiesbaden hervor.

Die Zahl der Unfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um 144 Fälle an, was einem Plus von 1,68 Prozent entspricht. Deutlicher ist der Anstieg bei den Unfällen mit Personenschäden: Hier verzeichnete die Polizei einen Zuwachs von 7,16 Prozent auf 1003 Fälle. Insgesamt wurden dabei 1219 Menschen verletzt oder getötet. Während die Zahl der Leichtverletzten mit 1099 konstant blieb, stieg die der Schwerverletzten von 101 auf 118. Zwei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, eine Person weniger als im Vorjahr.

Als häufigste Unfallursache nennt die Polizei einen ungenügenden Sicherheitsabstand, gefolgt von Fehlern beim Wechseln des Fahrstreifens und nicht angepasster Geschwindigkeit. Bei Unfällen, bei denen Menschen zu Schaden kamen, spielten vor allem Vorfahrtsverstöße und Fehler beim Abbiegen eine große Rolle. Ein großer Anteil der Unfälle waren zudem Verkehrsunfallfluchten: In 2996 Fällen entfernten sich die Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Die Aufklärungsquote lag hier bei 42,36 Prozent.

Das sind die Unfall-Schwerpunkte in Wiesbaden

Die Statistik zeigt auch, an welchen Orten es in Wiesbaden besonders häufig kracht. Fünf Kreuzungen und Bereiche stechen dabei besonders hervor:

  1. Ring / Bahnhofstraße: 30 Unfälle

  2. Ring / Dotzheimer Straße: 26 Unfälle

  3. Ring / Klarenthaler Straße: 21 Unfälle

  • Rheinstraße / Oranienstraße / Schwalbacher Straße: 21 Unfälle

  • Hochkreisel (Mainz-Kastel) / Rampenstraße: 19 Unfälle

Am 1. Ring kam es laut Polizei besonders oft zu seitlichen Zusammenstößen, wenn Fahrzeuge abbogen.

Mehr Unfälle mit Zweirädern und E-Scootern

Bei der Betrachtung einzelner Verkehrsteilnehmergruppen fällt auf, dass die Zahl der Unfälle mit Radfahrern um 17,04 Prozent auf 316 Fälle gestiegen ist. Insbesondere Pedelec-Fahrer waren häufiger beteiligt. Auch die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern (plus 20,28 Prozent) und E-Scootern (plus 9,01 Prozent) nahm zu.

Positiv ist hingegen die Entwicklung bei Unfällen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen: Hier sank die Zahl von 155 auf 131 Fälle. Die Polizei Wiesbaden kündigte an, auch im laufenden Jahr gezielte Kontrollen durchzuführen. Die Schwerpunkte liegen dabei unter anderem auf Ablenkung am Steuer, Geschwindigkeit, der Raser- und Poser-Szene sowie dem Rad- und E-Scooter-Verkehr.