Neuer Fußgängerüberweg am Hauptbahnhof ist fertig

Die Bauarbeiten an der Fußgängerinsel am ersten Ring vor dem Hauptbahnhof sind abgeschlossen. Um den Fußgängern mehr Platz zu geben, wurde eine gesamte Fahrspur umgewandelt.

Neuer Fußgängerüberweg am Hauptbahnhof ist fertig

Viele Pendler, die nach oder von Wiesbaden aus mit dem ÖPNV zu ihrer Arbeit müssen, queren jeden Tag die Fußgängerinsel vor dem Hauptbahnhof. Um zu den Zügen oder Bussen zu kommen, stehen sich dort im Minutentakt dutzende Menschen eng auf den Füßen. Um dort mehr Platz zu schaffen, hat die Stadt in den vergangenen Wochen die Fußgängerinsel vergrößert. Seit Mittwoch sind die Bauarbeiten abgeschlossen.

Mehr Zeit zum queren

„Wer schon einmal zur Rush Hour die Verkehrsinsel als Zwischenstopp genutzt hat, weiß, wie knapp der Raum für Fußgänger bemessen war“, so Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) beim Abschluss der Bauarbeiten am Mittwoch. Um dieses Problem zu lösen, wurde die Insel nun erweitert. Auf der Seite des Hauptbahnhofs wurde in dem Bereich eine Fahrspur weggenommen, sodass Fußgänger nun einen kürzeren Weg bei der Überquerung der Straße zurücklegen müssen. Und auch in der Breite ist die Fußgängerinsel gewachsen, sodass insgesamt 50 Prozent mehr Fläche vorhanden sind.

„Wir alle sind auf sichere Fußverkehrsverbindungen angewiesen, dennoch wurde er in der Vergangenheit oft vernachlässigt“, so Kowol. Da die Wiesbadener fast 30 Prozent ihrer Wege zu Fuß zurücklegen, will sein Dezernat diesen nun mehr fördern. Freigegeben für den Verkehr wird die Insel am Freitag.

Umweltspur

Die Vergrößerung der Insel vor dem Hauptbahnhof ist Teil des Programms „Umweltspuren erster Ring“, mit dem die Innenstadt von Verkehr und Luftverschmutzung entlastet werden soll. Auch an anderen Stellen entlang des Rings sollen Verkehrsinseln für Fußgänger vergrößert werden, wie etwa an der Einmündung zur Biebricher Allee. Gleichzeitig wird seit 2019 eine durchgehende Umweltspur auf dem ersten Ring vom Sedanplatz bis zur Berliner Straße eingerichtet. Das Projekt soll im Oktober 2020 abgeschlossen sein. (ts)

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