Starbucks verlangt Gebühr für beliebte Pappbecher

Als erstes großes Unternehmen führt die Kaffe-Kette „Starbucks“ eine Gebühr auf Pappbecher ein. Auch in den Wiesbadener Filialen muss man ab sofort mehr für ein To-Go-Getränk bezahlen.

Starbucks verlangt Gebühr für beliebte Pappbecher

Kaffee, Latte Macchiato oder — je nach Jahreszeit — ein Pumpkin- oder Lebkuchen-Latte: Sowohl im Lili als auch in der Filiale am Mauritiusplatz gehen bei der amerikanischen Kaffeehaus-Kette „Starbucks“ täglich hunderte Heißgetränke über die Theke. Serviert werden sie — auf die Schnelle und für Unterwegs — in Pappbechern mit dem grünen Logo des Unternehmens, an dem man dessen Kunden schon von Weitem erkennt.

Doch wenn es nach „Starbucks“ geht, ist damit bald Schluss. Denn wer ab Dienstag, den 7. Januar, ein Getränk to-go bestellt und keinen eigenen Becher dabei hat, zahlt 5 Cent mehr pro Getränk. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt.

Müllvermeidung

Ziel ist es, den immensen Verbrauch an Einweg-Kaffeebechern zu reduzieren. Alleine in Deutschland werden laut einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht, was einem Müllberg mit einem Gewicht von 40.000 Tonnen im Jahr entspricht.

„Die Bechergebühr ist der richtige Schritt, um noch mehr Gäste zu motivieren, ihr Getränk im Mehrwegbecher zu genießen“, sagt Kai Bordel, Managing Director von „Starbucks“ in Deutschland. Dass diese Maßnahme wirkt, hätten Tests in Hamburg und Berlin gezeigt. Dort konnte man in einem Zeitraum von acht Wochen feststellen, dass die Bestellungen im Mehrwegbecher deutlich angestiegen sind.

„Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren.“ - Kai Bordel, Starbucks

„Es ist unser erklärtes Ziel, die Anzahl an Pappbechern zu reduzieren. Die Bechergebühr erweist sich hier als wirkungsvolle Ergänzung zu unseren Rabattangeboten“, so Bordel. Denn seit der Gründung des Unternehmens bekommen Kunden — auch in Wiesbaden — 30 Cent Rabatt auf ihr Getränk, wenn sie einen Mehrwegbecher mitbringen. Die Einnahmen aus der „Bechersteuer“ sollen gespendet werden. Sie kommen vollständig dem WWF und dessen Projekten zur Bekämpfung von Plastikmüll zugute. (nl)

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