Baumpaten sollen Wiesbaden grüner machen

Die Anschaffungskosten übernimmt das Umweltamt

Baumpaten sollen Wiesbaden grüner machen

Räume für Bäume — danach sucht die Stadt aktuell gemeinsam mit dem Jugendparlament. Freiwillige Baumpaten sollen sich dazu bereiterklären, Bäume auf ihren Grundstücken zu pflanzen und sich um sie zu kümmern. Die Kosten für den Baum, den Baumpfahl, das Bindematerial und die Anlieferung übernimmt das Umweltamt.

Voraussetzung um Baumpate werden zu können ist, dass der Pate einen Pflanzstandort besitzt, der groß genug ist, um einen Baum zu pflanzen. Dabei sei es egal, ob es sich um ein privates Haus- oder ein Gewerbegrundstück handelt. Auch Mieter könnten sich einbringen, wenn der Grundstückseigentümer einverstanden ist. Aufgabe der Paten ist es dann, den Baum zu pflanzen und zu gießen, bis er ohne fremde Hilfe überleben kann. Das kann laut Stadt bis zu drei Jahre dauern. Das Jugendparlament steht den Baumpaten bei Fragen zur Seite.

Aufgrund des sich verändernden Klimas hat das Umweltamt eine Auswahl von Bäumen zusammengestellt, die als „Zukunftsbäume“ gelten und für die Aktion genutzt werden können. Aus dieser Vorauswahl können die Baumpaten einen Baum wählen und ihn im März 2020 pflanzen. Wer an der Aktion teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 15. Februar beim Umweltamt bewerben. Das Amt wird maximal 50 Bäume zur Verfügung stellen.

Hintergrund:

Mit der Aktion reagiert Wiesbaden auf die Folgen des Klimawandels, die sich in der Stadt bemerkbar machen. So musste das Umweltamt 2019 deutlich mehr Fällgenehmigungen erteilen, als in den Jahren zuvor. Grund dafür war, dass viele Bäume durch das sich verändernde Klima abgestorben oder stark beschädigt waren. Zwar kümmere sich die Stadt bereits um Ersatzaufforstungen in den Wäldern und auf den öffentlichen Straßen, private Pflanzstandorte seien aber ebenso wichtig.

Die Mittel für die Aktion stammen aus dem Baumfonds, der aus Ausgleichszahlungen für Baumfällungen entsteht. Wenn ein Baum gefällt wird und aus rechtlichen oder anderen Gründen kein Ersatz gepflanzt werden kann, muss eine Ablöse gezahlt werden. Diese landet dann in dem Fonds und wird für die Erhaltung, Pflege und Ergänzung des städtischen Baumbestands genutzt. (nl)

Auch andere Organisationen haben in der Vergangenheit bereits nach Baumpaten gesucht:

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