Mehr Sauberkeit für den Schiersteiner Hafen

Der Schiersteiner Hafen ist ein beliebter Erholungsort für viele Wiesbadener. Gerade an Wochenenden lockt er einige Besucher an, oftmals zu Lasten der Sauberkeit und Umwelt. Ein runder Tisch präsentierte nun seine Ergebnisse und Pläne.

Mehr Sauberkeit für den Schiersteiner Hafen

Immer wieder war die Kritik, wegen mangelnder Sauberkeit an Uferböschungen und Promenaden des Schiersteiner Hafens groß. Auch am allgemein baulichen schlechten Zustand wurde viel ausgesetzt. 2016 wurde der runde Tisch, Schiersteiner Hafen, von Oberbürgermeister, Sven Gerich, und dem Ortsvorsteher, Urban Egert, gegründet. Ziel: Die einzelnen Ämter und Zuständigkeit zu bündeln, um somit die Problematik am Schiersteiner Hafen anzugehen.

Sofortmaßnahmen ergriffen

„Allein durch diese Maßnahme kamen wir schon einen großen Schritt weiter“, sagt Sven Gerich. Als Sofortmaßnahme wurden die Häufigkeit der Reinigung, rund um den Hafen, erhöht. „Bereits seit Februar 2017 ist es sichtbar sauberer geworden, was auch von vielen Nutzern bestätigt wird“, so Gerich.

„Der Hafen ist bereits sichtbar sauberer geworden.“ - Sven Gerich, Oberbürgermeister

Immerhin ist der Schiersteiner Hafen, die „Visitenkarte der Wiesbadener“. Der Oberbürgermeister habe zudem 10.000 Euro aus seinem Dezernatsbudget, für die Möblierung und bauliche Arbeiten, zur Verfügung gestellt. So konnten neue Bänke und Sitzsteine aufgestellt sowie weitere Abfallkörbe installiert werden.

Bereits vorhandene Mülltonnen und Bänke sollen noch gestrichen werden. Zudem setzt das Tiefbau- und Vermessungsamt den Weg von der Dyckerhoffbrücke zum Parkplatz Kleinaustraße, wieder instand. Ein Teil wird bereits im Mai saniert, der weitere Abschnitt folgt im August 2018.

Mangelhafte Parksituation

Trotzdem bleibt auch für die Zukunft viel zu tun. „Wir wissen, dass die Parksituation, gerade an den Wochenenden, eine Katastrophe ist“, so Ortsvorsteher, Urban Egert. Eine Maßnahme gegen Falschparker seien, die bereits aufgestellten Sitzsteine, die die möglichen Parkflächen für Autos blockieren sollen.

„Wir wissen, dass da noch einiges zu tun ist und bleiben dran.“ - Urban Egert, Ortsvorsteher

Um in Zukunft vor allem denn Verkehr durch Schierstein zu entzerren, sollen Autos bereits ab der Äppelallee an den Hafen gelenkt werden. Konkrete Pläne gebe es noch nicht, aber man sei mit Hessen Mobil, dem Straßen- und Verkehrsmanagement und dem Grünflächenamt in Gesprächen. „Wir sind in den Gesprächen, Parkplätze außerhalb zu schaffen. Da ist noch einiges zu tun, das wissen wir, aber wir bleiben dran und die Zuständigkeiten sind sehr kooperativ“, so Egert.

Naturerlebnis auf der Bismarcksaue

Die nahe gelegene Bismarcksaue, wurde von der Stadt vor rund 20 Jahren gekauft. „In den letzten Jahren wurde die Bismarcksaue, von der unteren Naturschutzbehörde, zur Biotopfläche entwickelt und ist mittlerweile ein wichtiger Baustein für die Naherholung am Schiersteiner Hafen“, so der Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, Andreas Kowol.

„Die Bismarcksaue ist ein wichtiger Baustein für die Naherholung am Hafen.“ - Andreas Kowol, Dezernat für Umwelt

„Besonders die seit Jahren durchgeführte Beweidung und die neu entstandenen Wasserflächen werden von Besuchern sehr positiv aufgenommen“, sagt er. In Zukunft soll die Fläche mit Rindern beweidet werden.

Auch den Bund verpflichten

Insgesamt gehören 84 Prozent des Schiersteiner Hafens dem Bund und somit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Rund 16 Prozent der Stadt Wiesbaden und die restlichen Flächen hingegen privaten Anliegern.

„Seitens dem Bund wird leider zu wenig unternommen.“ - Sven Gerich

„Die Stadt Wiesbaden hat investiert, um die Aufenthaltsqualität und Sauberkeit an diesem Ort zu verbessern. Leider ist seitens dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, bisher zu wenig unternommen worden und verweist auf Bundesregelungen“, so Gerich, „also passiert hier nichts und das ist traurig.“ Derzeit prüfe die Stadt, ob sich diese Angelegenheit auf dem Rechtsweg klären lasse, um das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt enger in die Zuständigkeit mit einzugliedern.

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