ESWE-App wird abgeschaltet

Viele Wiesbadener nutzen die App der ESWE Verkehr regelmäßig zum Ticketkauf und für Fahrplanauskünfte. Doch in wenigen Tagen soll das Angebot eingestellt werden. Dann müssen Fahrgäste auf eine andere App ausweichen.

ESWE-App wird abgeschaltet

Fahrpläne, Tickets und Verspätungen mit nur einem Blick aufs Handy — das versprechen Apps vieler Verkehrsgesellschaften. Doch in Wiesbaden soll die „Meine ESWE“-App noch vor dem Jahreswechsel eingestellt werden. Das teilte die Verkehrsgesellschaft vor wenigen Tagen mit.

Aus für „Meine ESWE“-App

„Grund für diese Strategie ist die engere Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund, die zukünftig auch im Bereich der Entwicklung und Weiterentwicklung mobiler Anwendungen konsequent zum Tragen kommt“, erklärt die ESWE Verkehr. Denn auch wenn die App, wie sie viele Benutzer kennen, abgeschaltet wird, sollen Fahrpläne und Co aus Wiesbaden weiterhin online bleiben.

Bereits jetzt sind die Informationen in die App des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) integriert. Vom Verkehrsverbund stammte laut ESWE Verkehr auch ein Großteil der Technik, die in der „Meine ESWE“-App zum Tragen kam. In Zukunft soll die RMV-App mehr Informationen bündeln und weiter ausgebaut werden.

Neue Technik

„Wir dürfen den Vertrieb von Tickets in Deutschland nicht Dritten überlassen.“ - Ingo Wortmann, VDV

Die technische Grundlage dafür wird das neue Programm „Mobility Inside“ bilden. Dieses soll langfristig verschiedene Apps von Verkehrsverbünden aus ganz Deutschland miteinander verbinden, sodass Nutzer Fahrpläne und Tickets von verschiedenen Unternehmen und in verschiedenen Städten einsehen und kaufen können — ohne die App zu wechseln. „Wir dürfen den Vertrieb von Tickets in Deutschland nicht Dritten überlassen. In der Hotelbranche streichen Vermittler wie Booking.com saftige Provisionen ein, die dann später die Fahrgäste treffen würden“, erklärt Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Vorteile für die Nutzer.

Dabei handelt es sich bei „Mobility Inside“ nicht um eine neue App, sondern um ein Hintergrundprogramm, das als Prototyp schon eine lange Testphase hinter sich hat. Bei der Markteinführung haben sich bereits zehn ÖPNV-Anbieter, darunter neben dem RMV auch die Mainzer Mobilität (MM) und der Verbund Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) angeschlossen. Sie werden die verbindende Technik in ihre Angebote integrieren. (ms)

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