P&C schließt deutschlandweit Filialen - auch in Wiesbaden?

Das Textilunternehmen „Peek und Cloppenburg“ schließt deutschlandweit mehrere Filialen. Andere sollen ein neues Konzept bekommen. Wie sieht es mit der Wiesbadener Filiale in der Innenstadt aus?

P&C schließt deutschlandweit Filialen - auch in Wiesbaden?

Der Umsatz vieler „Peek & Cloppenburg“-Filialen stagniert. Als Beispiel dafür nannte das Handelsblatt Anfang Juni unter anderem die Filiale auf Frankfurts Einkaufsmeile „Zeil“. In Wiesbaden gehört das Modehaus seit Jahrzehnten fest zum Angebot in der Innenstadt, liegt aber in der Friedrichstraße, nicht direkt in der Fußgängerzone. Könnte die Lage dem Haus jetzt zum Verhängnis werden?

Filialen an drei Standorte in Deutschland schließen

„Peek & Cloppenburg plant in diesem Jahr, die Verkaufshäuser in Berlin-Wilmersdorf, Gießen und Unna zu schließen“, sagt eine Sprecherin der „Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf“ gegenüber Merkurist. Zudem seien zahlreiche Umbaumaßnahmen geplant. Laut dem Handelsblatt heißt das auch, dass Filialen verkleinert werden sollen - so etwa in Wien. „Wir glauben, die Zielumsätze in unseren Häusern heute auch auf kleineren Flächen erreichen zu können“, sagte John Cloppenburg, geschäftsführender Gesellschafter gegenüber der Wirtschaftszeitung. In Wien plane man etwa einen Teil der Fläche an einen Gastronomen zu vermieten.

„Hierzu gibt es unternehmensseitig keine Pläne.“ - Sprecherin „Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf“

Doch trotz der Verkleinerungen und Schließungen an anderen Standorten wird sich laut der„P&C“-Sprecherin in der Filiale in Wiesbaden nichts ändern. „Hierzu gibt es unternehmensseitig keine Pläne“, sagt sie gegenüber Merkurist. Im Gegenteil: „In Wiesbaden wurde 2018 die über 6.400 qm große Verkaufsfläche aufwendig renoviert“, betont die Sprecherin, dass die Filiale auf dem neusten Stand ist.

Neue Modelle mit Gastronomie-Angeboten

„Die Riesenfilialen bekommen besonders stark zu spüren, dass immer weniger Kunden in die Innenstädte kommen.“ - Handelsblatt

Und doch zeigt sich laut dem Experten im Handelsblatt, dass sich etwas in den Filialen ändern muss, um wieder mehr Umsatz zu machen. „Die Riesenfilialen bekommen besonders stark zu spüren, dass immer weniger Kunden in die Innenstädte kommen, ihre Kleidung lieber bei Amazon oder Zalando bestellen oder bei Primark und H&M deutlich günstiger einkaufen“, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Viele Modehäuser würden deshalb auf ein zusätzliches Angebot abseits der Kleidungsstücke setzen. Ein Beispiel dafür ist auch die derzeitige Strategie des Einkaufszentrums Luisenforum in der Kirchgasse. Dort wurde im Laufe des vergangenen Jahres ein neuer Foodcourt auf dem Übergang zur Schwalbacher Straße eingerichtet (wir berichteten). Außer Kleidung, Kosmetik und Spielsachen gibt es im Center jetzt auch Restaurants mit Gerichten aus aller Welt.

Ob die Geschäftsführer von„P&C“ diese Strategie übernehmen, bleibt abzuwarten. Cloppenburg verriet gegenüber dem Handelsblatt nur so viel: Es soll eine Veränderung hinsichtlich des Geschäftsmodells geben.„Wer nicht experimentiert, hat verloren“, so der Unternehmer. (rk)

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