Wiesbadener immer unzufriedener mit Lebensqualität

Einer neuen Umfrage zufolge sind immer weniger Wiesbadener zufrieden mit der Lebensqualität in ihrer Stadt. Woran liegt das? Und in welchen Bereichen sind die Wiesbadener überhaupt zufrieden?

Wiesbadener immer unzufriedener mit Lebensqualität

Wiesbaden will’s wissen: In der „blickpunkt.umfrage“ „Leben in Wiesbaden 2018“ wollte die Stadt erfahren, wie zufrieden die Einwohner hinsichtlich der Lebensqualität in ihrer Heimat sind. Dabei gaben zwar immer noch 61 Prozent an, „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein, im Vergleich zu den Erhebungen 2014 und 2016, bedeutet dieser Wert jedoch einen Rückgang um 9 Prozentpunkte. Damals gaben 70 Prozent der Befragten diese Antworten.

Diese und weitere Fragen wurden Ende des vergangenen Jahres insgesamt 4100 repräsentativ ausgewählten Wiesbadenern gestellt. Nun hat das Amt für Statistik und Stadtforschung erste Umfrageergebnisse veröffentlicht — mit teils überraschenden Ergebnissen.

Was läuft gut?

Insgesamt, so das Urteil der Studie, überwiegen bei den meisten in der Befragung thematisierten Aspekten die Anteile Zufriedener. Wie auch in den Vorjahren zeigte sich hohe Zufriedenheit mit den wohnungsnahen Einkaufsmöglichkeiten (75 Prozent), der Versorgung mit Ärzten und Krankenhäusern (75 Prozent), sowie den Grünflächen und Parks (72 Prozent). Die Werte waren allerdings nicht so hoch wie in den Vorjahren, so zeigt sich beim Stadtgrün ein Rückgang um 11 Prozentpunkte gegenüber 2014, bei der ärztlichen Versorgung um 7 Prozentpunkte.

Was läuft schlecht?

Abermals Schlusslicht in Puncto Zufriedenheit sind die Bereiche Fahrradwege und Radverkehrssicherheit. Waren 2014 noch 16 und 2018 18 Prozent der Befragten mit diesen Kategorien „sehr unzufrieden“, steigt der Wert 2018 auf 31 Prozent. Weitere 25 Prozent zeigten sich „unzufrieden“. Und das trotz den vielen neuen Vorteilen und Strecken für Radfahrer im vergangenen Jahr.

Bemängelt wurde auch die Sauberkeit des Stadtbildes. 22 Prozent sind damit „unzufrieden“, 13 Prozent sogar „sehr unzufrieden“. Hier ist der Unterschied zu den Vorjahren allerdings nicht so groß. Auch in der Kategorie „Öffentliche Sicherheit und Schutz vor Kriminalität“ schwand die Zufriedenheit. Hier zeigen sich 13 Prozent „sehr unzufrieden“ und 20 Prozent „unzufrieden“.

Relativ hohe Anteile unzufriedener Einstufungen erreichen in der aktuellen Befragung außerdem die Attraktivität der Innenstadt sowie die Infrastruktur für Autofahrer. Beide Punkte wurden 2018 erstmals abgefragt und können daher nicht im Trend beurteilt werden. Details zum Befragungskonzept und der Stichprobe, sowie alle weiteren Ergebnisse lassen sich online einsehen. (js)

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