Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke trifft 90 Prozent der Betriebe der Region

Viele wünschen sich Ausnahmegenehmigung

Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke trifft 90 Prozent der Betriebe der Region

9 von 10 Betrieben in der Region Mainz und Wiesbaden leiden durch die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke an wirtschaftlichen Einbußen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden hervor.

Befragt wurden Betriebe und Handwerker, welche auf beiden Rheinseiten unmittelbare Geschäftsbeziehungen haben. Gefragt wurde, ob und wie stark sie die Sperrung in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Laut Umfrage seien 90 Prozent der Betriebe durch die Sperrung betroffen. 78 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie ihre Kunden nicht mehr zuverlässig erreichen können. 71 Prozent sagen, dass ihr Betrieb selbst durch die Sperrung nur noch schlecht erreichbar sei.

Auch auf die Angestellten der Betriebe würde sich die Sperrung negativ auswirken. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihre Mitarbeiter Schwierigkeiten hätten, pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu erscheinen. Das habe auch wirtschaftliche Folgen, so die Studie: 62 Prozent der Unternehmen gaben an, dass ihnen durch die Sperrung ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Dieser liege durchschnittlich im niedrigen, fünfstelligen Bereich.

Für die IHK sei das Ergebnis ein Zeichen, wie wichtig eine schnelle Verbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten über den Rhein ist. Fast jedes zweite Unternehmen hätte sich daher eine Sondergenehmigung zur Überquerung der Brücke gewünscht. Diese hatten aber nur einige Fastnachtsvereine erhalten. „Angesichts der gravierenden negativen Auswirkungen einer wochenlangen Komplettsperrung dieser eminent wichtigen Verkehrsader für Betriebe und Mitarbeiter hätte es nicht nur für Fastnachtsvereine, sondern auch für Betriebe unbürokratischer und schneller Ausnahmegenehmigungen bedurft“, so Melanie Dietz, Sprecherin der IHK. (js)

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