Merkurist-Leser haben entschieden: Das ist der beste Wiesbadener Stadtteil

Wir haben unsere Leser gefragt: Welcher ist der beste Wiesbadener Stadtteil? Es gibt einen recht eindeutigen Gewinner.

Merkurist-Leser haben entschieden: Das ist der beste Wiesbadener Stadtteil

Von A wie Amöneburg bis W wie Westend: Insgesamt 26 Ortsbezirke hat die Stadt Wiesbaden. Doch wo fühlen sich die Wiesbadener am wohlsten? Das wollten wir von euch in einer Umfrage wissen. „Welchen Wiesbadener Stadtteil findest du am besten?“ lautete die Frage konkret. Und hier ist das Ergebnis in umgekehrter Reihenfolge:

Platz 26 bis 18

Bei den hinteren Plätzen geht es sehr knapp zu. Gleich neun Stadtteile kommen auf- und abgerundet auf 1 Prozent. Auf dem letzten Platz landet Mainz-Amöneburg. Es folgen: Medenbach, Kloppenheim, Hessloch, Breckenheim und Delkenheim. Auringen und Igstadt verpassen die 2 Prozent nur ganz knapp.

Platz 17 bis 11

Rambach, Nordenstadt und Erbenheim kommen auf jeweils 2 Prozent. Es folgen Klarenthal, Naurod und Frauenstein mit jeweils drei Prozent. Auf dieselbe Prozentzahl kommen Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel, die zusammen mit Amöneburg die AKK-Stadtteile bilden. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden sie von Wiesbaden verwaltet, für viele Alteingesessene gehören die Stadtteile aber immer noch zu Mainz.

Platz 10

Unsere Top 10 eröffnet Dotzheim, das sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl der zweitgrößte Stadtteil Wiesbadens ist. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Schloss Freudenberg. Das Wirtshaus Straßenmühle landete in unserem Biergarten-Ranking auf Platz 1. Außerdem gibt es in Dotzheim ein Märchenland: In der Siedlung wohnt man in Straßen wie dem Hänsel- oder dem Gretelweg, dem Schneewittchenweg oder dem Sterntalerweg. Mittelpunkte der Siedlung sind Plätze wie der Rotkäppchen- und der Froschkönigplatz. Die Stadtplaner wollten damit die Arbeit der Gebrüder Grimm würdigen. Märchenhaft sind die 4 Prozent für Dotzheim in unserem Ranking zwar nicht, doch immerhin reicht es für Platz 10.

Platz 9

Südost ist einer von sechs inneren Bezirken. In dem Stadtteil befinden sich der Wiesbadener Hauptbahnhof, der Schlachthof, die Brita-Arena, das Landeskriminalamt, das Statistische Bundesamt und mehrere Museen und Ministerien. Mit rund 19.000 Einwohnern hat Südost die sechstmeisten, in unserem Ranking bedeuten 5 Prozent Platz 9.

Platz 8

Auf Platz 8 landet der kleinste, aber gleichzeitig mit Abstand am dichtesten besiedelte Stadtteil Wiesbadens: das Westend. 5 Prozent unserer Leser entschieden sich für den multikulturellen Stadtbezirk im Zentrum. Ortsvorsteher Volker Wild (Grüne) erklärte in einem Merkurist-Interview einmal, was den Stadtteil so faszinierend mache. „Die Häuser haben Hinterhäuser, Seitenbauten, die hinter sehr schönen Fassaden versteckt sind, da gibt es so viel zu entdecken. Und in den Hinterhäusern wohnen dann auch Leute, die sich das Vorderhaus vielleicht nicht leisten können. Dort hat man es auch schön ruhig. Und es ist schön grün im Westend.“ Zudem gebe es viele Lokale. „Dadurch entsteht hier als einziger Ort in Wiesbaden eine großstädtische Atmosphäre. Wir haben hier das lebendige Fünfeck, im Gegensatz zum historischen Fünfeck.“

Platz 7

6 Prozent erreicht der Stadtteil Mitte. Der zweitkleinste Stadtteil hat die viertmeisten Einwohner in Wiesbaden. Mitte ist geprägt durch die Fußgängerzone und das Bergkirchenviertel. Außerdem befinden sich in dem Stadtteil viele wichtige Gebäude und Sehenswürdigkeiten: der hessische Landtag und die Staatskanzlei, die Marktkirche, Altes und Neues Rathaus, das Dern’sche Gelände, die Kaiser-Friedrich-Therme, die Landesbibliothek und mehrere Ministerien. Wie Südost und Nordost hat Mitte Anteile an der Wilhelmstraße. Trotz vieler Einwohner und Sehenswürdigkeiten reicht es in unserem Ranking nur zu Platz 7.

Platz 6

Sonnenberg ist einer der nördlichsten Ortsbezirke in Wiesbaden und gilt mit seinen Villen als das Reichenviertel Wiesbadens. Unter anderem wohnt hier der Journalist Claus Kleber. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Burgruine Sonnenberg, in deren Garten jährlich die Wiesbadener Burgfestspiele stattfinden. In unserem Ranking erreicht der Stadtteil mit 6 Prozent einen beachtlichen sechsten Rang.

Platz 5

Ebenfalls 6 Prozent erhält Bierstadt. Obwohl es so nahe liegt, gab es bis 2019 in dem Stadtteil noch kein eigenes Bier. Das änderte sich, als das Startup Bierstadter Gold gegründet wurde. Noch wird das Bier zwar nicht in Bierstadt selbst gebraut, doch Idee, Rezeptur, Unternehmen und die Gründer stammen aus dem Stadtteil. Außerdem gibt es dort seit diesem Frühjahr einen eigenen Biergarten. Sehenswürdigkeiten in Bierstadt sind unter anderem die Evangelische Kirche und die Bierstadter Warte.

Platz 4

Nordost verpasst in unserem Ranking mit 7 Prozent knapp das Treppchen. Besonders beliebt ist der Neroberg mit seiner berühmten Bahn. Auch das Kurhaus mit Teilen des Kurparks und Bowling Green sowie das Hessische Staatstheater mit dem Warmen Damm gehören zum Stadtteil. Zudem gibt es im Nerotal und in Eigenheim viele Villen zu sehen. Eine weitere faszinierende Sehenswürdigkeit: die Russisch-Orthodoxe-Kirche auf dem Neroberg.

Platz 3

Platz 3 geht an einen weiteren Ortsbezirk im Wiesbadener Zentrum: das Rheingauviertel. Der Stadtteil entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und hat deshalb viele sehenswerte Gebäude, die im Stil des Historismus erbaut wurden. Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist die evangelische Ringkirche. Auch der Campus der Hochschule RheinMain befindet sich im Rheingauviertel. Zudem gibt es viele Kneipen, kleine Geschäfte und einige Freizeitangebote wie das Schwimmbad Kleinfeldchen. Für 9 Prozent unserer Leser ist das Rheingauviertel der beste Stadtteil Wiesbadens.

Platz 2

Unser zweiter Platz muss sich am Ende nur knapp geschlagen geben: Schierstein bekommt 10 Prozent der Stimmen. Dabei liegt der Stadtteil mit rund 10.000 Einwohnern nur im Mittelfeld der Ortsbezirke. Doch für viele Wiesbadener ist ein Abstecher nach Schierstein schon fast wie ein kleiner Urlaub. Der Ortskern mit den engen Gassen und die Uferpromenade am Schiersteiner Hafen geben dem Stadtteil im Südwesten ein mediterranes Flair. Sehr beliebt ist auch das Schiersteiner Hafenfest, das nach zwei Jahren Corona-Pause im Juli wieder stattfinden konnte. Nur ein Stadtteil überzeugt unsere Leser noch mehr.

Platz 1

Die Goldmedaille geht an… Biebrich! Für 12 Prozent unserer Leser ist der Stadtteil am Rhein der beliebteste von allen. Das Ergebnis ist nicht ganz so überraschend, schließlich hat Biebrich mit etwa 39.000 Einwohnern auch die meisten potentiellen Leser. Die herausragende Sehenswürdigkeit des Stadtteils ist das barocke Biebricher Schloss, das im 18. Jahrhundert direkt am Rheinufer erbaut wurde. Sehenswert ist auch der rund 50 Hektar große Schlosspark. Auch Biebrich hat mit der Adolfshöhe ein Villenviertel, in dem es mit dem Biebricher Wasserturm, dem nassauischen Landesdenkmal und der Henkell & Co. Sektkellerei drei weitere Sehenswürdigkeiten gibt.

Welcher Stadtteil ist euer persönlicher Platz 1? Schreibt es in die Kommentare!

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