Das sind Eure Lieblingsparks in Wiesbaden

In fast jedem Wiesbadener Stadtteil gibt es mindestens eine Grünanlage. Ob mit mit Teich, oder ohne, mit Spielplatz oder Joggingstrecke - die Parks unterscheiden sich stark von einander. Wir wollten wissen, welcher Euer Favorit ist.

Das sind Eure Lieblingsparks in Wiesbaden

Zum Picknick am Wochenende, zum Joggen nach Feierabend oder zum gemütlichen Spaziergang in der Mittagspause: Wiesbaden kann zahlreiche Parks und Grünflächen vorweisen, die in fast allen Stadtteilen ein bisschen Natur in die Stadt bringen. Von Geheimtipps wie den Richard-Wagner-Anlagen über zentrale Wiesen wie den Reisinger-Anlagen gibt es viele Unterschiede zwischen den Anlagen.

Wo verbringt Ihr am liebsten Eure Freizeit, wenn die Sonne lacht? Das wollten wir wissen und haben mehr als 250 Merkurist-Leser gefragt, welchen Park sie bevorzugen. Drei Gewinner haben sich von der Masse abgesetzt.

Bronze

Auf Platz 3 der Umfrage landete die Nerotalanlage mit 20 Prozent aller Stimmen aus unserer Umfrage. Im Stil eines englischen Landschaftsparks spaziert man dort zwischen prachtvollen Villen umher. Zwischen 1897 und 1898 erhielt die Landschaft ihr heutiges Aussehen, als sie bewusst umgebaut wurde - die meisten Stadtvillen, die im Nerotal stehen, sind sogar noch älter. So zum Beispiel die Villa im Nerotal 6. Sie wurde ab 1850 als Badeanstalt genutzt, dient aber schon seit 1874 als Wohnhaus.

Vom Tal aus ist der Weg - vor allem mit der Nerobergbahn - nicht weit bis hoch auf den Hausberg. Zu Fuß hingegen geht es vorbei am Kletterpark, der Russisch-Orthodoxen Kirche und dem Opelbad zum Gipfel. 245 Meter über dem Meeresspiegel hat man dort einen Blick über die gesamte Stadt. Kein Wunder, dass dort schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts große Feste gefeiert wurden. Den berühmten Pavillon im italienischen Renaissance-Stil gibt es übrigens seit 1851. Philipp Hoffmann hat ihn als Aussichtstempel entworfen.

Silber

26 Prozent unserer Umfrageteilnehmer zieht es zum „royalen Flanieren“ nach Biebrich in den Schlosspark. Zwischen Rheinufer und Äppelallee reihen sich dort vor allem an den Wochenenden Picknicker an Sportgruppen und Sonnenanbeter. Rund 450.000 Besucher zieht es jährlich in die Anlage, die der Herzog von Nassau schon 1708 anlegen ließ. Rund 100 Jahre später erweiterte der Landschaftskünstler Friedrich Ludwig von Sckell den Park auf seine heutige Größe und verpasste ihm den englischen Stil.

Bis über die Landesgrenzen hinaus wurde der Park durch das jährliche Pfingstturnier bekannt, das auch in diesem Jahr wieder vom 18. bis 21. Mai stattfindet. Für die Biebricher selbst zählt das Mosburgfest Ende August zu den Highlights im Park. In diesem Jahr geht das Fest schon in die 40. Runde. Vom 24. bis 26. August schenken dann wieder Vereine aus dem Stadtteil rund um den Weiher und die beleuchtete Burg aus.

Aushängeschild mit Verwechslungsgefahr

Mit nur zwei Prozent mehr Stimmen belegt der Kurpark gemeinsam mit dem angrenzenden Warmen Damm Platz 1 unserer Umfrage. Dass es sich dabei um zwei verschiedene Parks handelt, wissen viele Touristen oft nicht - so eng liegen sie beisammen. Wenn Gäste das Kurhaus besuchen, fühlen sie sich in der Parkanlage Am Warmen Damm oft schon wohl. Für die jungen Besucher gibt es einen Spielplatz, für die Erwachsenen ein Freiluft-Schachfeld. Im Winter lockt die Eisbahn vor dem Staatstheater und im Sommer lässt es sich rund um den Fontänenteich gut aushalten. Was viele Touristen dann gar nicht merken: Sie sitzen gar nicht im berühmten Kurpark.

Der liegt nämliche einige Meter weiter. Wer durch den Hinterausgang das Kurhaus verlässt, blickt direkt auf den großen Teich mit den Tretbooten. Er ist das Herzstück der Anlage, und für einen freien Blick aufs Wasser, sollte in den 50er-Jahren sogar die Konzertmuschel abgerissen werden. Daraus wurde zum Glück nichts, so dass bis heute Freiluft-Konzerte im Park stattfinden.

Bei unserer Umfrage haben wir unsere Leser gefragt: „Was ist Dein Lieblingspark in Wiesbaden?“ Neben den drei Gewinnern wählten weitere 8 Prozent der Befragten die Albrecht-Dürer-Anlage, 6 Prozent stimmten für das Aukammtal und je vier Prozent gaben ihre Stimme dem Schlosspark Freudenberg, den Reisinger Anlagen und den Richard-Wagner-Anlagen.

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