Wiesbaden bekommt „Platz der Kinderrechte“

Am 24. Mai wird in Wiesbaden der „Platz der Kinderrechte“ eingeweiht. Die Umbenennung hat Symbolcharakter und soll bald auch in anderen Stadtteilen Einzug halten.

Wiesbaden bekommt „Platz der Kinderrechte“

Schon seit 2001 werden Eltern und Kinder auf dem Spielplatz in der Adolfsallee von einem ganz besonderen Denkmal begrüßt. Ein großes Buch, bunt verziert und von zwei Phantasiegestalten gehalten, steht dort. Auf den aufgeschlagenen Seiten sind mehrere Stichpunkte zu lesen. „Die Rechte der Kinder“, „Schutz vor Ausbeutung und Gewalt“, sowie einfach nur „Groß werden“, steht dort in Form von Mosaiksteinchen in bunter Farbe geschrieben.

Dieses Kinderrechtedenkmal entstand im Rahmen eines Ferienworkshops im Kinderzentrum Georg-Buch-Haus. Die teilnehmenden Kinder hatten den Entwurf erarbeitet, der kurz darauf von dem Künstler Alexander Lihl umgesetzt und anschließend in der Adolfsallee aufgestellt wurde. Um die Rechte der Kinder weiter in den Fokus zu Rücken und noch einen Schritt weiter zu gehen, hat die Stadt nun beschlossen, die Fläche in „Platz der Kinderrechte“ umzubenennen.

Ein Name als Mahnung

Dies wird am Freitag, den 24. Mai, geschehen. Von 14 Uhr bis 18 Uhr werden auf dem neuen Platz der Kinderrechte viele Aktionen für Kinder angeboten. Ein Instrumentebau-Workshop, der Bau von „Himmelsleitern“ und mehrere Stände mit diversen Spielen sind nur einige Beispiele.

Außerdem wird natürlich auch ein Schild auf den neuen Namen hinweisen, das Oberbürgermeister Sven Gerich an diesem Tag nach einer kurzen Ansprache mit anschließender Fragerunde feierlich enthüllen wird.

„Damit ist nur der erste Schritt getan.“ - Christoph Manjura, Sozialdezernent

Mit Wiesbadens erstem Platz der Kinderrechte soll ein Stein ins Rollen gebracht werden. Die Stadt plant, in den kommenden Jahren weitere Flächen als Orte der Kinderrechte auszuweisen. „Denn mit der Benennung des Kinderrechte-Platzes ist nur der erste Schritt getan“, sagt Wiesbadens Sozialdezernent Christoph Manjura. „Die Umsetzung der Kinderrechte muss kontinuierlich eingefordert werden.“

Kinderrechte in der Hessischen Verfassung

In Deutschland wurde 1992 das „Übereinkommen über die Rechte der Kinder“ ratifiziert. Hessen ging im Oktober des vergangenen Jahres noch einen Schritt weiter und nahm die Position der Kinder sogar in die Landesverfassung mit auf. Damit sollten deren Rechte gestärkt und ein Zeichen für Kinderfreundlichkeit gesetzt werden. In Wiesbaden hat die Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund bereits 1999 begonnen, dieser Verpflichtung nachzugehen. (ms)

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