Am Schlachthof gibt es bald Elektrogrillstationen für alle

Der Kulturpark am Schlachthof verändert sich. Im Rahmen eines größeren Plans werden dort in diesem Jahr neben einer neuen Grünanlage auch Graffitiwände und Elektrogrillstationen entstehen.

Am Schlachthof gibt es bald Elektrogrillstationen für alle

Gebrauchte Einweggrills, Müll und Kohlereste: So sieht es auf öffentlichen Plätzen oft aus, nachdem dort gegrillt wurde. Etwas anders soll das bald im Kulturpark sein. Um der Umwelt und Wiesbadener Grillfans etwas Gutes zu tun, will die Stadt in der Parkanlage neben dem Schlachthof Elektrogrillstationen installieren.

Zwei Stationen zur freien Nutzung

Die beiden Stationen und die dazugehörigen Sitze werden im südlichen Bereich des Parks stehen. Zum Vorbild nimmt sich die Stadt Wiesbaden dabei Grillstationen in Erlangen und Hamburg. Dort stehen bereits fest installierte Elektrogrills in Parkanlagen. Wer Lust hat zu grillen, drückt dort einfach den Startknopf, wartet bis das Gerät aufgeheizt ist und legt los. Gereinigt werden die Stationen von der jeweiligen Stadt, die aber auch darauf angewiesen ist, dass die Griller ihren Arbeitsplatz selbst ordentlich hinterlassen.

Weil die Grills elektrisch funktionieren, müssen die Griller keine Einweggrills nutzen und produzieren somit weniger Abfall, das Brandrisiko ist geringer, es werden weder Treibhausgase noch Asche produziert und es entsteht kein Rauch. Davon sollen die Umwelt und die Parknutzer selbst profitieren.

Teil größerer Veränderungen

Die Elektrogrillstationen sind dabei nur ein Teil großer Veränderungen im Kulturpark. Schon 2015 begann die Stadt damit, die Freiflächen rund um den Schlachthof neu anzulegen. Sie ließ die neue Veranstaltungshalle bauen und das Gelände rund um den sanierten Wasserturm neu gestalten. Noch in diesem Februar beginnt dann der nächste Bauabschnitt. Neben den elektrischen Grillstationen werden auch legale Graffitiflächen in Richtung Wendehammer installiert. Zur Murnaustraße hin entstehen außerdem neue Sitzgelegenheiten und Bäume. Das gesamte Gelände soll in diesem Zug begrünt und mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet werden.

Bis Ende Mai sollen die Einbauten fertiggestellt sein. Im Herbst folgen dann die Pflanzarbeiten. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 1,2 Million Euro und werden durch das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ finanziert. In Zukunft soll auf der Freifläche unter anderem noch ein Boulderplatz entstehen. (js)

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