Britische Hotelkette kündigt Neueröffnung in Wiesbaden an

Immer mehr Hotels wollen in Wiesbaden eröffnen. Der Standort wird für die Branche von Jahr zu Jahr wichtiger, denn die Zahl der Übernachtungen steigt. Dabei kommen die wenigsten her, um Urlaub zu machen.

Britische Hotelkette kündigt Neueröffnung in Wiesbaden an

Nach „Domero“ und „Prizeotel“ kündigt jetzt auch die britische Hotelkette „Premier Inn“ an, ein Haus in Wiesbaden zu eröffnen. Insgesamt will die Kette in den kommenden Jahren rund 50 in ganz Deutschland einrichten, dabei zähle der Standort Wiesbaden mit zu den Favoritenzielen.

Ein Grundstück hat sich „Premier Inn“ dafür noch nicht gesichert, doch die Briten peilen eine Eröffnung in Wiesbaden nicht ganz grundlos an. Die Tourismuszahlen aus den vergangenen Jahren zeigen nämlich, dass der Standort vor allem für Business- und Mittelklassehotels immer attraktiver wird.

Steigende Übernachtungszahlen

Von den rund 80 Hotels und Herbergen, die es derzeit in Wiesbaden gibt, zählen mehr als die Hälfte über 50 Betten, 15 gelten als Großhotels mit mindestens 100 Zimmern. Sie sind meist zu mehr als der Hälfte ausgelastet. Laut Amt für Statistik und Stadtforschung steigt nämlich auch die Zahl der Übernachtungen von Touristen seit Jahren kontinuierlich. So wurden 2018 rund 1.250.000 Übernachtungen in Wiesbaden gezählt, das sind knapp 90.000 mehr als noch in den Vorjahren. Die Zahl der Gäste auf den fünf Campingplätzen der Stadt sinkt gleichzeitig kontinuierlich.

Dass die meisten Gäste in Wiesbaden außerhalb der Hauptreisezeit im Hochsommer kommen und es sich meist um kurze Aufenthalte von durchschnittlich zwei bis drei Nächten handelt, deuten viele Tourismusexperten als ein Zeichen dafür, dass Wiesbaden vor allem Geschäftsleute anzieht. So konnte zum Beispiel im Mai 2019 ein Übernachtungsplus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden — genau in dem Monat, in dem die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ihre Jahrestagung zum ersten Mal seit der Neueröffnung des Congresscenters wieder in Wiesbaden stattfand.

Trend setzt sich fort

„Dass sich der Trend bezüglich der inländischen Gäste aus dem ersten Quartal 2019 fortsetzt, bestätigt die Anziehungskraft des gut nachgefragten RheinMain CongressCenter“, kommentiert Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz. Tatsächlich bestätigt auch das Statistische Jahrbuch der Stadt, dass ein Großteil der Gäste aus Deutschland kommt. Die zweitgrößte Gruppe bilden Touristen aus der EU und aus den USA. (ms)

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