Hoher Inzidenz-Anstieg in Wiesbaden: Zahlen sollen bald wieder stimmen

Gesundheitsamt hat Überhänge abgebaut

Hoher Inzidenz-Anstieg in Wiesbaden: Zahlen sollen bald wieder stimmen

In der vergangenen Woche ist die Inzidenz in Wiesbaden innerhalb eines Tages um 100 angestiegen, weil das Gesundheitsamt nicht alle Corona-Befunde weitergeben konnte und es dadurch Überhänge gab (wir berichteten). Diese habe das Amt jetzt abgebaut, sodass Neuinfektionen wieder tagesaktuell an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet werden können. Bald sollen dann auch die Inzidenzen wieder realistisch sein. Das meldet die Stadt am Montag.

Der Abbau der Überhänge habe zu einem deutlichen Anstieg der täglichen Neuinfektionen geführt und damit auch zu einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Wiesbaden. „Es wird eine Woche dauern, bis die statistische Verzerrung durch die ‘Massen-Eingabe’ aus der Sieben-Tage-Inzidenz wieder rausfallen wird“, so die Stadt. Ab dann werde Wiesbaden wieder mit einer realistischen Sieben-Tage-Inzidenz beim RKI erscheinen.

Ursache für die Überhänge waren der rasante Anstieg von positiven Laboreingängen und unzureichende personelle Ressourcen im Gesundheitsamt. Viele Gesundheitsämter in Deutschland befanden sich in einer ähnlichen Situation, da die Infektionszahlen sehr schnell angestiegen sind und zeitgleich stationäre Impfstellen wieder eingerichtet werden mussten. Die Überhänge wurden von zehn Gesundheitsamt-Mitarbeitern abgebaut. Durch den Abbau stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 183,8 am Montag (6. Dezember) auf 556,7 am Sonntag (12. Dezember).

„Alle Corona-positiv getesteten Personen wurden und werden unmittelbar von den Test-Laboren informiert und sind damit in Quarantäne“, sagt die Stadt. Das Gesundheitsamt stellt Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Themen Quarantäne, Testmöglichkeiten und Bescheinigungen auch online zur Verfügung.

Logo