Wie Wiesbaden gegen das Müll-Problem vorgehen will

Für die Entleerung der öffentlichen Mülleimer in Wiesbaden sind verschiedene Ämter zuständig - ein Grund, weshalb viele davon immer wieder überfüllt sind. Wenn es nach Dezernent Hans-Martin Kessler geht, soll sich das jedoch schon bald ändern.

Wie Wiesbaden gegen das Müll-Problem vorgehen will

Für ein sauberes und gepflegtes Stadtbild sind sie unerlässlich: öffentliche Mülleimer. Doch in Wiesbaden wird diese vermeintlich praktische Möglichkeit zur schnellen Entsorgung häufig zum Ärgernis. Immer wieder berichten Bürger von verdreckten und überfüllten Mülleimern, die meistens noch in die Jahre gekommen sind und so kein schönes Bild abgeben.

Leerung zentralisieren

Ein Grund für das Problem ist, dass die Entleerung und Pflege der Wiesbadener Mülleimer von verschiedenen städtischen Stellen geregelt wird. Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent möchte das nun ändern: „Die Probleme mit überfüllten Papierkörben, deren rechtzeitige Leerung, Reparatur oder Austausch sind nur in den Griff zu bekommen, wenn dies zentral durch die ELW geregelt wird.“

„Es ist absurd, vor der Lösung eines Problems erst abklären zu müssen, wer überhaupt zuständig ist.“ - Hans-Martin Kessler, Dezernent für Stadtentwicklung

Zwar ist die ELW an insgesamt 1520 Standorten für die meisten Papierkörbe in Wiesbaden zuständig, die Leerung der weiteren insgesamt 3378 Mülleimer in der Stadt verteilt sich auf vielerlei Ämter und Organisationen. Dabei etwa das Grünflächenamt oder Tiefbauamt, bei denen die Entleerungen jeweils unterschiedlich häufig stattfinden. Daher sei es laut Kessler sinnvoll, diese Aufgabe bei einer Organisation zu bündeln: „Es ist absurd, vor der Lösung eines Problems erst abklären zu müssen, wer überhaupt zuständig ist.“

Laut Kessler würde das Leben in Wiesbaden immer mehr auf Straßen, Plätzen und Parks stattfinden. Um den damit verbundenen Anstieg der öffentlichen Vermüllung zu begrenzen, sei die zentrale Entsorgung um so wichtiger. Die Initiative von Kessler wird zunächst in der Betriebskommission der ELW am Dienstag, 10. September, diskutiert werden, bevor im Anschluss die zuständigen politischen Gremien bis zur Stadtverordnetenversammlung im Herbst damit befasst sein werden. Sollte die ELW diesen Auftrag erhalten, könnten auch mehr alte Papierkörbe durch moderne ausgetauscht werden. (ms/ab)

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