„Nettes Gadget“: So lief es für die Wiesbadener bei „Die Höhle der Löwen“

Der Wiesbadener Unternehmer Sascha Wehle und sein Partner Immanuel Gloeser waren am Montag in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ dabei. Dort stellten sie ihren „Klettpack“ vor. Die Investoren zweifelten an dem Produkt. Reichte es dennoch zum Deal?

„Nettes Gadget“: So lief es für die Wiesbadener bei „Die Höhle der Löwen“

Mit ihrem Produkt „Klettpack“ – einem Trage-/Rückengurt für sperrige, unhandliche und große Alltagsgegenstände – wollen der Wiesbadener Unternehmer Sascha Wehle (44) und sein Geschäftspartner Immanuel Gloeser (41) groß rauskommen. Um finanzkräftige Investoren für ihr Vorhaben zu gewinnen, traten die beiden am Montagabend in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ auf. Dort erhofften sie sich ein Investment von 60.000 Euro für 30 Prozent der Anteile an ihrer Firma.

„So ganz einfach finde ich das nicht“

Vorab gaben die beiden jedoch schon an, dass auch sie mit den aktuellen Lieferschwierigkeiten zu kämpfen haben, deshalb „ausverkauft“ seien und nun hoffen, dass ein Löwe ihnen aus dieser Problematik helfen kann. Aktuell hätten sie keinen Produzenten für ihren Klettpack und somit auch keine Ware, die sie anbieten können. Beide Unternehmer erklärten ihr Produkt schließlich äußerst anschaulich, indem sie sich damit ein Fahrrad, Pakete und ein Snowboard auf den Rücken schnallten. Die Löwen waren von der Präsentation sichtlich beeindruckt. „Ein sehr sympathischer Auftritt, sehr erfrischend“, fand Investorin Dagmar Wöhrl.

Kurz danach konnten die beiden eine erste kritische Nachfrage von Nils Glagau zu seiner Zufriedenheit lösen. Dabei ging es um die Variabilität des Gurt-Systems. Doch sofort kam ein weiterer Einwand der „Löwen“. „So ganz einfach finde ich das nicht, das erinnert mich an einen etwas komplizierten Klettergurt, wo du dann einen Bergführer brauchst, der dir dann alles so richtig anlegt“, meinte Georg Kofler. Während Wöhrl ihm zustimmte, sah Judith Williams das ganz anders: „Der ist doch super leicht zum Anlegen.“ In der Folge diskutierten die „Löwen“ dann angeregt mit unterschiedlichen Meinungen über das Produkt, das einen Grundpreis von 39,90 Euro (exklusive Erweiterungsgurte) hat und in der Herstellung 15 Euro kostet.

Relativ schnell hatte sich schließlich Carsten Maschmeyer seine Meinung zum „Klettpack“ gebildet: „Also es ist eine originelle Idee, ihr verkauft das auch witzig, aber ich glaube nicht, dass viele Menschen das kaufen werden. Ich bin raus.“ Ähnlich sah es Investorin Dagmar Wöhrl: „Mir fehlt ein bisschen das Alleinstellungsmerkmal. Ich bin vom Produkt nicht überzeugt. Ich bin raus.“ Und auch Nils Glaugau hatte keine positive Nachricht für die beiden Wiesbadener Unternehmer: „Nettes Gadget, aber ich würde mir es nicht kaufen, ich bin raus.“

Auch danach wurde es nicht besser. So bekamen die beiden von Judith Williams eine Absage. „Ihr müsst den Leuten noch mehr zeigen: Wie verändert das Produkt mein Leben? Das sind die ‘Pains’, die ich habe mit eurem Produkt.“ Sie forderte Wehle und Gloeser auf, „einen Schritt weiterzugehen“, weil sie sonst keine Chance für den Gurt sehe. „Deshalb kann ich heute selbst nicht investieren“, argumentierte Williams. Nun kam alles auf den letzten Investor Georg Kofler an. Doch auch der zweifelte am „Mehrwert“ des Produkts. „Ich glaube, es gibt zu wenige Argumente dafür, dass die Kunden es kaufen. Das Produkt ist nicht stark genug für ein Investment.“

Somit mussten die beiden Wiesbadener „Die Höhle der Löwen“ ohne Deal verlassen. Aufgeben wollen die Unternehmer aber noch nicht. Die Löwen hätten ihnen jetzt „brachial“ gezeigt, welche Mankos ihr Produkt noch habe. Deswegen sei die Show durchaus „motivierend“ gewesen. Man wolle „jetzt erst recht Vollgas“ geben, blickten die beiden zuversichtlich in die Zukunft.

Die komplette Folge mit den Wiesbadener Unternehmern könnt Ihr auf RTL+ streamen.

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