Halbzeit bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ in Wiesbaden

TV-Koch Mike Süsser und fünf Gastronomen bewerten in dieser Woche Essen, Ambiente und Service in Wiesbadener Restaurants. Am Freitag wird der Sieger gekürt. Was es bisher zu kritisieren gab.

Halbzeit bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ in Wiesbaden

Fünf Gastronomen aus fünf Restaurants besuchen sich eine Woche lang gegenseitig in ihren Lokalen und bewerten Essen, Ambiente und Service. Das ist das Konzept der Kabel-1-Show „Mein Lokal, Dein Lokal“, die seit Montag aus Wiesbaden sendet. Drei Kandidaten waren schon an der Reihe. Von ihren Konkurrenten haben sie bereits Lob, Kritik und Punkte erhalten. Am Ende der Woche wird Spitzenkoch Mike Süsser als „Der Profi“ zusätzlich bewerten und einen Sieger küren.

Due Amici

Am Montag startete die Sendung im „Due Amici“ in der Goldgasse. Gastgeber Atilla kündigte dabei italienische Cross-Over-Küche an. Und tatsächlich kamen in dem Lokal nicht nur Pizza und Pasta auf den Teller, sondern viele Gerichte mit Sake- und Teryaki-Soße.

Mario vom „Franks“ in Erbenheim machte sich dabei schon am ersten Abend einen Ruf als harten Kritiker. Ausgerechnet bei ihm kam ein neues Gericht auf den Teller: Surf and Turf mit Süßkartoffelpüree. Den Garpunkt des Steaks aus dem Sous-Vide-Garer analysierte er genau, zeigte sich schlussendlich aber doch zufrieden. Am Ende vergab er 8 von 10 möglichen Punkten. Zusammen mit den Punkten der anderen liegt das „Due Amici“ nach der dritten Sendung mit 34 Punkten noch immer in Führung.

Viva los Tioz

Nur wenige Meter weiter servierte die jüngste Teilnehmerin der Runde, Gastronomin Sarah, am zweiten Abend spanische Tapas. Vom Ambiente im „Viva los Tios“ waren sowohl der Profi, als auch die Gäste sofort begeistert. Ebenso authentisch wurden die kleinen Schälchen bewertet, in denen die Vorspeisen zum Teilen auf den Tisch kamen.

Lob gab es dabei vor allem für die Fleischbällchen und die Calamari. Marios Datteln im Speckmantel waren ihm einen „Tick zu trocken“, Profi Mike Süsser betonte aber sofort, dass das bei Früchten durchaus vorkommen kann. Gastronom Mani, der das „Chillers“ am Hauptbahnhof führt, fand sein Thunfish-Tartar mit Limette etwas zu sauer, das Feedback nahm Sarah aber gerne entgegen. Nach der Paella mit original spanischem Reis und Safran und dem süßen Dessert in „witziger Optik“ (Schokoladenwurst und Aprikosen-Spiegelei) kommt das „Viva los Tios“ ohne die Wertung vom Profi auf 28 Punkte.

Chillers

Die Suche nach dem besten Wirt Wiesbadens ging am Mittwoch im „Chillers“ am Hauptbahnhof weiter. Inhaber Mani führt den Laden seit vier Jahren und will kalifornisches Surferfeeling in die hessische Hauptstadt bringen. In der Systemgastronomie liegen die Schwerpunkte auf Burgern und einigen Tex-Mex-Gerichten. Dass dabei auch Convenience-Produkte zum Einsatz kommen, verschwieg Mani dem Profi gegenüber nicht. Trotzdem formen die sechs Köche die Burger-Patties selbst. Dass die Gäste anhand einer Zutatenliste eigene Burger gestalten können, kam bei den Gastronomen besonders gut an, ebenso, dass das Dessert aus Oreo-Keksen handgemacht war. Laut dem Inhaber ist das „Chillers“ vor allem bei den Amerikanern der US-Army beliebt. Bei den Wiesbadener Gastronomen bekam das Lokal 27 Punkte und belegt damit vorläufig auf den letzten Platz.

Fortsetzung folgt

Gino vom „Huacas Peru“ und Mario vom „Franks“ in Erbenheim traten bisher nur als Juroren auf. Die Lokale der beiden werden aber bis Ende der Woche auch noch besucht. Bei Gino kommen am Donnerstag Gerichte aus Peru auf den Tisch, Mario stellt sich am Finaltag am Freitag mit kreativen Menüs der Kritik seiner Gastro-Kollegen. Auch Mike Süsser wird seine Punkte dann noch verteilen. Kabel 1 zeigt die beiden übrigen Folgen aus Wiesbaden jeweils um 17:55 Uhr. (ab)

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