So hat die Hitze Wiesbaden im Griff

Während die Temperaturen in der gesamten Region seit Tagen steigen, sinken die Pegel der Flüsse und Bäche. Wegen der andauernden Trockenheit müssen sich die Wiesbadener an einige Regeln halten, um Brände zu verhindern.

So hat die Hitze Wiesbaden im Griff

41 Grad bei Sonnenschein - Anzeigen wie diese sind seit Tagen keine Seltenheit mehr auf Thermometern wie dem vor der Sparkasse am Hauptbahnhof. Selbst die Nächte bringen der Landeshauptstadt im Moment keine Abkühlung mehr. Spätestens seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag herrschen in vielen Wiesbadener Stadtteilen noch mehr als 20 Grad, wenn die Bewohner zu Bett gehen - somit sind die Nachttemperaturen kaum kühler als das Wasser im Schwimmbad Maaraue zurzeit.

Rheinpegel sinkt

Doch die Hitze macht sich schon lange nicht mehr nur auf Messgeräten bemerkbar. Der Rheinpegel sinkt seit Dienstag kontinuierlich. Während Anfang der Woche noch ein Stand von rund 2,10 Meter gemessen wurde, meldet das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz am Freitag einen Pegel von unter 1,90 Meter. Das macht sich vor allem an den Ufern - wie etwa auf der Rettbergsaue - bemerkbar. Wer dort die Füße ins kühle Nass halten will, steht stattdessen an vielen Stellen der Insel nur noch im Kies.

Doch auch auf dem Festland herrscht langsam Wassermangel. Aus Bächen in der gesamten Region darf seit Anfang des Monats kein Wasser mehr entnommen werdenwir berichteten. Das Verbot konnte seit dem nicht mehr vom Regierungspräsidium mit Sitz in Darmstadt aufgehoben werden.

Waldbrandgefahr

Weil das Wasser auch in den Wäldern langsam knapp wird, herrscht überall dort, wo Pflanzen sind, auch höchste Waldbrandgefahr. Damit es zu keinem Feuer kommt, müssen die Wiesbadener in den kommenden Tagen besonders vorsichtig sein. „Bitte beachten Sie, dass auch achtlos weggeworfene Glasflaschen, Glasscherben oder Zigarettenkippen ein Feuer auslösen können“, bittet die Leiterin des Grünflächenamtes, Gabriele Wolter um erhöhte Achtsamkeit.

Auch der heiße Auspuff eines Wiesbadener Autos sorgte am Dienstag bereits für einen Brand auf einem Feld in Massenheim wir berichteten. Damit sich das nicht wiederholt, hat die Stadt am Donnerstag den Wiesenparkplatz am Freibad Maaraue gesperrt - solange sich die Wetterlage nicht ändert, sollten Freibadbesucher also besser nicht mit dem Auto anreisen. Die Feuerwehr rät zudem dringend davon ab, Autos auf trockenen Untergründen abzustellen. Auch die Zufahrtswege zu Wald- oder Grünflächen sollten dringend für Einsatzkräfte freigehalten werden, damit diese im Notfall schnell ans Ziel kommen.

Grill- und Rauchverbot

Ebenso wurden die öffentlichen Grillplätze im Goldsteintal, an der Felsengruppe, in der Hirtenstraße und in Medenbach vom Grünflächenamt geschlossen. Zu hoch sei die Gefahr, dass Funkenflug oder heiße Asche einen Brand verursachen könnten.

Rauchen im Wald ist übrigens nicht nur bei Trockenheit, sondern ganzjährig verboten, erinnert Wolter. „Die Bevölkerung sollte sich zum Schutz des Waldes und zu ihrem eigenen Schutz daran halten“, so die Amtsleiterin. Wer Rauch oder gar einen Brand im Wald oder auf einer Grünfläche entdeckt, sollte unverzüglich die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 kontaktieren, und den Standort und die Beobachtung möglicht präzise am Telefon durchgeben.

Und wie sieht es bei Euch aus? Welchen Temperaturen zeigen Eure Thermometer an? Und welche Pläne habt Ihr, um das heiße Wochenende zu überstehen? Schreibt Eure Tipps in die Kommentare.

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