Wie steht es um den Sternschnuppenmarkt im Corona-Jahr?

Der Sternschnuppenmarkt lockt jedes Jahr im Advent Tausende Besucher auf den Schlossplatz. Erste Vorbereitungen müssen dafür schon im Sommer getroffen werden, doch 2020 ist noch unklar, ob die Veranstaltung stattfinden darf.

Wie steht es um den Sternschnuppenmarkt im Corona-Jahr?

Die Weinwoche im August, das Stadtfest im September und viele andere Straßenfeste in Wiesbaden fallen 2020 Corona-bedingt aus. Bis zum 31. Oktober, so die aktuelle Verordnung, dürfen in Hessen keine Großveranstaltungen und Straßenfeste stattfinden. Doch was ist mit dem Sternschnuppenmarkt im Advent? Merkurist-Leser Andreas hofft, dass bis zum geplanten Start am 24. November die blauen Buden auf dem Schlossplatz aufgestellt werden können. In einem Snip hat er gefragt, ob die Vorbereitungen schon laufen.

Zeitintensive Planung

Tatsächlich läuft die Planung bei den Veranstaltern von der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH bereits auf Hochtouren, wie Geschäftsführer Oliver Heiliger auf Nachfrage von Merkurist bestätigt. „Die Planungen für den Sternschnuppenmarkt sind bereits in vollem Gange und konzeptionell abgeschlossen.“ Damit in der Vorweihnachtszeit die vierwöchige Veranstaltung mit Bühnenprogramm und rund 140 Marktbeschickern reibungslos ablaufen kann, seien spätestens ab August die nächsten Schritte der Vorbereitungen notwendig.

Unklar ist jedoch, ob sich bis dahin schon entscheidet, wann Großveranstaltungen, zu denen auch Straßenfeste und Märkte zählen, wieder stattfinden dürfen. Eine neue Verordnung kann nämlich frühestens Mitte August in Kraft treten, bis dahin behält die aktuelle Regelung ihre Gültigkeit. Da auch eine Verlängerung bis zum Jahresende nicht ausgeschlossen werden kann, schieben die Veranstalter alle kostenrelevanten Entscheidungen und Beauftragungen in diesem Jahr so lange auf wie möglich. „Anfang August erreichen wir hier eine planerische Deadline“, sagt Heiliger und hofft, dass es bis dahin Klarheit über eine mögliche Verlängerung der Verordnung gibt.

Weihnachtlich soll es in Wiesbaden aber auf jeden Fall wieder werden. „Seit Beginn der Einschränkungen arbeiten wir an alternativen Veranstaltungskonzepten, so auch für den Sternschnuppenmarkt“, sagt Heiliger. Für den Markt seien die Planungen für eine Corona-konforme-Variante jedoch noch nicht abgeschlossen. „Die sich kontinuierlich verändernden Verordnungen bedingen eine permanente Anpassung der Konzeptideen.“

Hintergrund

Nach der aktuellen Corona-Verordnung in Hessen, dürfen bis zum 31. Oktober keine Straßenfeste abgehalten werden (wir berichteten). Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begründete dies bei der Verkündung in einer Pressekonferenz damit, dass es zum einen auf Straßenfesten nicht möglich sei, die Kontaktdaten aller Besucher zu erfassen. Zum anderen sei es auf Straßenfesten der Erfahrung nach kaum möglich, genügend Abstand zu halten, um eventuelle Ansteckungen mit dem Virus zu verhindern. Ob es im Laufe des Sommers zu einer Verlängerung der Verordnung kommt, steht noch nicht fest. (ab)

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