Verkehrslage in Wiesbaden spitzt sich zu

Pendler in Wiesbaden standen 2025 länger im Stau als im Vorjahr. Experten sehen keine schnelle Besserung – im Gegenteil.

Verkehrslage in Wiesbaden spitzt sich zu

Wer in Wiesbaden mit dem Auto unterwegs ist, braucht oft Geduld. Eine aktuelle Auswertung des Navigationsspezialisten TomTom zeigt nun, wie sich die Stau-Situation 2025 in Wiesbaden entwickelt hat – mit schlechten Nachrichten für viele Pendler.

Laut dem Verkehrsindex kletterte das sogenannte Staulevel im Großraum der Stadtt um rund drei Prozentpunkte auf 33,2 Prozent. Das bedeutet, eine Autofahrt dauerte hier durchschnittlich 33,2 Prozent länger als bei freier Fahrt. Damit verschlechterte sich die Verkehrslage laut TomTom merklich. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit für Autofahrer auf 37,8 Kilometer pro Stunde. Als einen Grund für die Probleme nennen die Autoren auch die enge verkehrstechnische Verflechtung im Rhein-Main-Gebiet.

Frustrierender Verkehr macht unglücklich

Dass die angespannte Verkehrssituation die Menschen belastet, spiegelt sich auch an anderer Stelle wider. Im jährlichen Glücksatlas der Staatlichen Klassenlotterien (SKL) landet Wiesbaden auf einem der hintersten Plätze. Die als frustrierend empfundene Verkehrslage wird dort als einer der Gründe für die geringe Lebenszufriedenheit der Einwohner genannt.

Keine Besserung in Sicht

Hoffnung auf eine schnelle Entspannung der Lage machen die Verkehrsexperten von TomTom nicht. Sie gehen davon aus, dass mehrere Faktoren die Situation weiter verschärfen werden. Dazu zählen weniger Homeoffice, eine hohe Dichte an Baustellen und der Trend, dass Menschen wegen hoher Mieten ins Umland ziehen und somit längere Strecken mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Auch der wachsende Fahrzeugbestand, insbesondere mit größeren Autos wie SUVs, trage zu mehr Verkehr auf den Straßen bei.