OB Mende: Aufheben der Corona-Beschränkungen zu früh und riskant

Oberbürgermeister kritisiert Thüringen-Plan

OB Mende: Aufheben der Corona-Beschränkungen zu früh und riskant

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) hat sich kritisch zu den geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Thüringen geäußert. Für das Stadtoberhaupt kommen diese „viel zu früh“, so Mende in einem Facebook-Post.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte zuvor angekündigt, ab dem 6. Juni die lokalen Einschränkungen aufzuheben und auf Verbote zu verzichten. Dabei bemüht sich Ramelow mittlerweile um Klarstellung, sieht sich missverstanden. „Ich habe niemandem gesagt: Reißt euch den Mundschutz runter“, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Mende findet diese Strategie riskant. „Die Gefahr ist schlicht nicht gebannt“, mahnt der Oberbürgermeister. Vielmehr sei ein schrittweises und behutsames Vorgehen der richtige Weg. „Hier sehe ich vor allem Klärungsbedarf bei Kitas, Schulen und der Gastronomie“, sagt Mende. Eine stärkere Koordinierung der Länder sei notwendig. Dass das derzeit nicht geschehe, halte er „für einen schweren Fehler.“

Die Reaktionen unter Mendes Post sind gespalten, aber sachlich. Der OB erhält viel Zustimmung für seine klaren Äußerungen, meldete sich bereits mehrfach zum Thema zu Wort. Es gibt aber in der Kommentarspalte auch kritische Stimmen, die an die Vernunft des Einzelnen verweisen und sich gegen „Verbote“ aussprechen. (ab)

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