Schlachthof warnt vor Ticketbetrügern

Wenn große Bands im Schlachthof spielen, sind die Karten oft schnell weg. Betrüger nutzen das aus und sorgen für Ärger bei Musikfans.

Schlachthof warnt vor Ticketbetrügern

Bis zu 440 Euro für ein Ticket, das im Vorverkauf eigentlich nur 34 gekostet hätte — dieser Preiswucher sorgte im Sommer 2019 für Aufsehen. Als die Toten Hosen ihr Konzert im Wiesbadener Schlachthof ankündigten, zogen nicht nur Fans in den frühen Morgenstunden auf das Gelände. Denn weil die Veranstalter schon im Voraus mit großem Andrang rechneten, wurden die Tickets nur vor Ort verkauft — und waren nach wenigen Stunden weg.

Fetter Preisaufschlag

Wenige Tage später tauchten die Karten dann für den zehnfachen Preis auf Internetplattformen auf. Ärgerlich für alle, denen die Tickets beim Verkauf scheinbar vor der Nase weggeschnappt wurden, damit andere vom Aufschlag profitieren können. Doch auch wenn der Fall mit den Hosen-Tickets der extremste bisher war, war es nicht der einzige.

Der Schlachthof warnt erneut von dubiosen Angeboten bei Anbietern wie Viagogo und Co. Dort können Nutzer Tickets für Veranstaltungen von privaten Verkäufern angeboten werden, doch das Portal wird zunehmend auch von professionellen „Ticketdealern“ ausgenutzt.

Dublikate und Fälschungen

Der Schlachthof berichtete dabei vor Kurzem, dass ahnungslose Käufer zum Teil nicht nur zu viel bezahlen, sondern auch immer wieder an gefälschte Tickets geraten. „Wir möchten noch einmal ausdrücklich vor unseriösen Anbietern auf dem Schwarz- und Zweitmarkt warnen, die meist gefälschte, stornierte oder duplizierte Tickets anbieten“, so der Schlachthof. Weil beim Einlass alle Tickets gescannt werden, würde Fälschungen spätestens an der Tür auffallen, und der Einlass ist dann nicht möglich.

Die Tickets haben die Betrüger in der letzten letzten Zeit sogar direkt auf der Facebookseite des Schlachthofs an Fans angeboten. „Aus diesem Grund haben wir nun einige unserer offiziellen Facebook-Veranstaltungen für private Postings gesperrt“, zog der Schlachthof jetzt eine Konsequenz. Als Tipp geben die Veranstalter den Wiesbadenern mit, Karten online nur per Paypal mit Käuferschutz zu bezahlen, oder noch besser, sich vor Ort mit Verkäufern zu treffen, die Tickets nach dem Kauf wieder los werden wollen. (nl)

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