Am kommenden Donnerstag (10. September) ist es wieder so weit: Um Punkt 11 Uhr wird anlässlich des bundesweiten Warntags auch in Wiesbaden ein Probealarm ausgelöst. Wie die Stadt mitteilt, sollen dabei die verschiedenen Warnsysteme für den Ernstfall getestet werden.
Die Bevölkerung wird testweise mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton gewarnt. Außer den Sirenen wird der Alarm auch über Warn-Apps wie NINA, Katwarn und hessenWarn sowie über digitale Anzeigentafeln verbreitet. Zusätzlich wird über das sogenannte Cell-Broadcast-System eine Testwarnmeldung an alle empfangsbereiten Mobiltelefone in Wiesbaden gesendet. Um 11:45 Uhr folgt dann die Entwarnung mit einem einminütigen, gleichbleibenden Dauerton. Eine Rückmeldung von Bürgern ist nicht erforderlich.
Test für den Ernstfall
Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen dient dazu, die technische Infrastruktur zu überprüfen und mögliche Schwachstellen aufzudecken, um sie anschließend zu beheben. Gleichzeitig soll die Bevölkerung für die unterschiedlichen Warnmittel und die Themen des Bevölkerungsschutzes sensibilisiert werden.
„Die aktuelle Sicherheitslage führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, dass wir die Bevölkerung im Ernstfall schnell, zuverlässig und verständlich erreichen können“, erklärt Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU). Der Warntag sei dafür da, die Warnmittel bekannt zu machen und die Abläufe zu testen.
Hessen investiert in Warninfrastruktur
Poseck betont die besondere Bedeutung von Sirenen, da sie ein „zuverlässiges Weckmedium“ seien, das auch funktioniere, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist. Hessen setze auf ein Zusammenspiel verschiedener Warnwege wie Sirenen, Apps, Radio und Cell Broadcast, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Um die Warninfrastruktur leistungsfähiger zu machen, investiert das Land Hessen gezielt in den Ausbau und die Modernisierung. Seit 2021 stehen den hessischen Gemeinden dafür insgesamt 12 Millionen Euro aus Förderprogrammen von Bund und Land zur Verfügung. Der Warntag ist Teil einer hessenweiten „Resilienzwoche“. Mit verschiedenen Aktionen soll die Bevölkerung für die Eigenvorsorge im Krisenfall sensibilisiert werden. „Jeder kann und sollte sich für den Ernstfall vorbereiten“, so der Appell des Innenministers.