Urteil gegen Ali B. soll Anfang Juli fallen

Wiesbadener Landgericht gibt voraussichtlich letzte Verhandlungstermine bekannt

Urteil gegen Ali B. soll Anfang Juli fallen

Seit dem 12. März läuft vor dem Wiesbadener Landgericht der Prozess gegen den 22-jährigen Iraker Ali B. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die 14-jährige Schülerin Susanna F. aus Mainz vergewaltigt und anschließend ermordet zu haben. Wie das Wiesbadener Landgericht am Donnerstagmorgen bekanntgab, gibt es nun einen Termin, zu dem das Urteil gegen den Angeklagten erwartet wird.

Demnach soll dieses am Mittwoch, den 3. Juli, gesprochen werden. Eine Woche vorher, am 26. Juni, werden die Plädoyers vorgetragen. Der Angeklagte hatte bereits unmittelbar nach seiner Verhaftung gestanden, Susanna F. in Erbenheim erwürgt und anschließend in einem Erdloch vergraben zu haben. Die Vergewaltigung bestreitet er, es sei zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen. Zeugen gaben jedoch an, B. habe ihnen gegenüber gesagt, dass er gegen Susannas Willen mit ihr geschlafen und explizit von „Vergewaltigung“ gesprochen habe.

Das Strafmaß wird sich auch danach richten, welcher Version das Gericht folgen wird. In der Anklageschrift werden dem Iraker gleich mehrere Verbrechen vorgeworfen. So ist darin von heimtückischen Mord und Vergewaltigung die Rede. Außerdem muss sich B. wegen Vergewaltigung mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Raub mit gefährlicher Körperverletzung und Nötigung verantworten.

Mittlerweile sind im Prozess um den Mord an Susanna F. bereits 12 Verhandlungstage vergangen. Geplant sind — inklusive Plädoyers und Urteilsverkündung — noch vier weitere Sitzungstermine. Der Prozess wird am Mittwoch, den 29. Mai, fortgesetzt. (ms)

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