So sah Wiesbaden früher aus

Wiesbaden hat den Krieg zwar mit weniger Schäden überstanden als andere Städte, trotzdem hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges verändert. In Teil 3 unserer Serie zeigen wir euch, wie die Stadt früher aussah.

So sah Wiesbaden früher aus

Auch Wiesbaden hat sich im Laufe der Zeit verändert. Einige Sehenswürdigkeiten sehen heute nicht mehr so aus wie früher. Manche Gebäude gibt es gar nicht mehr. In Teil 1 unserer Reihe zeigten wir euch unter anderem alte Bilder vom Kurhaus, der Nerobergbahn und dem Kranzplatz. In Teil 2 ging es ans Biebricher Rheinufer und den Platz der Deutschen Einheit. Heute haben wir weitere Fotos für euch.

Kaiser-Friedrich-Ring

Die imposanten Häuser entlang des Kaiser-Friedrich-Rings haben sich bis heute kaum verändert. Von 1880 bis 1900 wurde der Ring gebaut, der den Bahnhofsplatz mit der Ringkirche verbindet. In dieser Zeit entstanden auch die Häuser, die bis heute „von höchstem künstlerischem und städtebaulichem Wert“ sind, wie die Stadt Wiesbaden auf ihrer Webseite schreibt. Anfang der 1900er Jahre ging es auf der Straße verkehrlich gesehen allerdings noch um einiges ruhiger zu. Heute ist der Ring eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen der Stadt.

Bierstadt

Wie dieses Gemälde von 1898 zeigt, hat sich in über 100 Jahren natürlich auch in Bierstadt einiges verändert. Was aber geblieben ist: Die Kirche. Die heutige evangelische Pfarrkirche ist nicht nur die älteste Kirche Wiesbadens, sondern nach der Heidenmauer auch das zweitälteste Baudenkmal der Stadt. Gebaut wurde die ehemals katholische Kirche in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Zwischen 1731 und 1734 wurde sie umgebaut. Besonders spannend ist der im Originalzustand erhaltene Türsturz in der Südwand, auf dem sich Ritzzeichnungen aus romanischer Zeit befinden.

Hessisches Staatstheater

Zwischen 1892 und 1894 wurde das von Kaiser Wilhelm II. beauftragte und finanzierte Neue Theater gebaut. Sein Blickfang ist die Eckkuppel. Wer genau hinsieht erkennt, dass die Kuppel heute anders aussieht als auf alten Bildern. Und das hat einen traurigen Grund: Ein Bühnenbrand im März 1923 zerstörte die Kuppel des Bühnenturms. Aus Kostengründen konnte sie später nur in einfacher Form wieder aufgebaut werden. Später folgten weitere Zerstörungen, durch die das Theater heute nicht mehr ganz im Originalzustand ist. Die ehemals reich verzierte Kassenhalle und der Säulenportikus fielen im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer. Zwischen 1975 und 1978 wurde der Zuschauerraum des Großen Hauses aber originalgetreu wieder hergestellt.

Fußgängerzone

Vor nicht allzu langer Zeit sah die Wiesbadener Fußgängerzone noch so aus:

Zwischen 2004 und 2011 wurde die gesamte Fußgängerzone in der Innenstadt umfangreich umgebaut. Nach den Plänen des Architekturbüros „ST raum a“ aus Berlin sollte die Stadt so attraktiver werden. Es wurden helle Granitsteinplatten und Bronzebänder auf dem Boden verlegt, Lichter aufgestellt und die Wasserstellen installiert. Die Architekten beschreiben die Idee hinter ihren Plänen so: „Die Einfachheit und Eleganz der einzelnen Gestaltungselemente, zu der auch eine im Laufe der Jahre sich bildende lebendige Patina der Oberflächen gehört, ermöglichen eine facettenreiche und dauerhafte Nutzbarkeit der Gassen dieser Stadt.“

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