Außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden

In Wiesbaden gibt es vor allem eines: viele schöne, alte Häuser. Einige Gebäude in der Stadt sind aber besonders. Wir stellen euch außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden vor.

Außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden

Ob besondere Architektur, innovative Ideen beim Bau oder lange Geschichte: In Wiesbaden gibt es viele einzigartige Häuser. In unserer Serie stellen wir euch einige vor, die ihr unbedingt kennen solltet.

Rote-Blasen-Haus

Dieses Haus ist besonders auffällig: An der Fassade des heutigen BrewDog-Gebäudes in der Marktstraße 20 ist ein riesiges Gemälde zu sehen. Es soll einen Teil des historischen Gebäudes und rote Blasen zeigen.

Künstler Jimmi D. Paesler war überrascht darüber, wie sehr der Entwurf des Gemäldes polarisieren würde. Noch bevor das Wandgemälde 1989 fertiggestellt wurde, stritt man sich im Stadtparlament darüber. Für einen FDP-Politiker strahlten die damals noch dunkelroten Blasen eine „Bordellatmosphäre“ aus, andere Menschen sahen darin Brüste. Heute sind die Farben stark verblasst – die alte Wirkung des Bildes könnte aber bald zurückkehren (wir berichteten).

Romy Schneiders Filmdebüt

Heute sieht das Wohnhaus am Schulberg 4 eher unspektakulär aus:

Dahinter steckt jedoch eine spannende Geschichte. Denn der bepflanzte Balkon ist immer wieder in einem bedeutenden Werk der deutschen Filmgeschichte zu sehen. In „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ gab Romy Schneider als „Evchen“ 1953 ihr Filmdebüt. Der Film wurde in Wiesbaden gedreht, unter anderem an der Bergkirche, am Neroberghotel und am Staatstheater – aber eben auch im Haus am Schulberg 4.

Römertor und Heidenmauer

Wer von der Schwalbacher Straße über die Coulinstraße zur Webergasse fährt, fühlt sich kurz wie in einer anderen Welt. Kurz vor der Kaiser-Friedrich-Therme fährt man unter dem Römertor durch. Links und rechts des Tors steht mit der Heidenmauer das älteste Bauwerk aus der Römerzeit in ganz Wiesbaden.

Lange wurde die Heidenmauer als Teil einer Verteidigungsanlage angesehen. Neuere Interpretationen gehen hingegen davon aus, dass es sich um einen Teil eines römischen Aquäduktes aus dem dritten Jahrhundert nach Christus handelt. Darüber soll Wasser aus den Taunushöhen in die Stadt geleitet worden sein. Das Römertor selbst wurde 1902 beim Straßendurchbruch der historischen Mauer als überdachte Holzbrücke errichtet.

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