Diese ehemaligen Clubs vermissen die Wiesbadener

Wiesbaden ist zwar heute nicht mehr unbedingt für sein florierendes Nachtleben bekannt, es gab aber Zeiten, in denen waren die Straßen nachts voll. Wir haben euch gefragt, welche Clubs ihr vermisst. Heute: Teil 1.

Diese ehemaligen Clubs vermissen die Wiesbadener

„Wo kann man hier eigentlich noch feiern gehen?“ – viele Wiesbadener stellt diese Frage vor eine große Herausforderung. Anstatt mit vielen Tipps, antworten sie oft mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck. Noch im Mai soll zwar ein neuer Club in der Stadt eröffnen, im Laufe der Jahre haben aber viele andere beliebte Lokale ihr Aus bekanntgegeben. Was von all den geschlossenen Bars und Clubs aus vergangenen Zeiten bleibt, sind Erinnerungen. Wir haben euch gefragt, welche Lokale ihr vermisst und das ist dabei herausgekommen:

Big Apple

„Natürlich vermisse ich den Big Apple ganz doll. War ne schöne Zeit in den 80ern“, schreibt eine Merkurist-Leserin und ist damit nicht alleine. Viele Wiesbadener nennen das Big Apple, wenn man sie nach einem ihrer Lieblingsclubs aus vergangenen Zeiten fragt. Das Lokal wurde 1975 im Keller des „Walhallas“ eröffnet und entwickelte sich zum Treffpunkt der Wiesbadener Jugend. Später war das Lokal noch unter dem Namen „Dexter“ bekannt, im November 2005 eröffnete es als „Ebene 0“ neu. 2007 war dann Schluss mit dem Club im Keller des Walhallas. Seit 2017 steht das mittlerweile heruntergekommene Gebäude leer. Nach einem langen Dornröschenschlaf, soll es nun aber wieder zum Leben erweckt und 2026 als Kulturzentrum wiedereröffnet werden.

Flanell

Heute ist das „Park Café“ der einzige Club auf der Wilhelmstraße. Das war aber nicht immer so. In einer heute fast unscheinbaren Stadtvilla direkt neben der „Villa Clementine“ wurden jahrelang die Nächte zum Tag gemacht. Ein legendärer Club, der dort sein Zuhause hatte und vor allem in den 80er- und 90er-Jahren ein beliebtes Ausgehziel war, war das „Flanell“.

2019 holte eine traurige Nachricht die Erinnerungen an das „Flanell“ zurück in die Köpfe vieler Wiesbadener. Maren Hempel, bekannt für ihre getönte Fliegerbrille und ihre legendäre Bar in dem Club auf der Wilhelmstraße, starb am 26. März. Die Bar „Heaven“ am Sedanplatz veranstaltete daraufhin einen „Flanell - Das Wiedersehen“-Abend. Nachdem das „Flanell“ schloss, zogen noch das „Max“ und die „Pudel Bar“ in die Villa ein. 2010 kehrte dann Ruhe in das Gebäude ein. Heute ist dort eine orthopädische Praxis.

Café Plantage

Auch oft von unseren Lesern genannt: Das Café Plantage. Das Lokal eröffnete 1983 in der Wartburg an der Schwalbacher Straße und sorgte wegen seiner berüchtigten Türsteher immer wieder für Furore. Die Betreiber wechselten häufig. Schließlich mieteten Anhänger der Bhagwan-Sekte die Räume und häuften mehr als 2 Millionen Mark Schulen an. 1992 wurde die Wartburg dann an die Stadt verkauft. In den kommenden Jahren war sie das Zuhause etlicher Kneipen und Clubs. Heute sitzt dort das „Wohnzimmer“.

Logo