Außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden

In Wiesbaden gibt es vor allem eines: viele schöne, alte Häuser. Einige Gebäude in der Stadt sind aber besonders. Wir stellen euch außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden vor.

Außergewöhnliche Häuser in Wiesbaden

Ob besondere Architektur, innovative Ideen beim Bau oder lange Geschichte: In Wiesbaden gibt es viele einzigartige Häuser. In unserer Serie stellen wir euch einige vor, die ihr unbedingt kennen solltet.

Solmsschlösschen

Wer noch nie zuvor in der Gustav-Freytag-Straße unterwegs war, bleibt beim ersten Mal wahrscheinlich vor der Hausnummer 31 stehen. Denn dort steht eine prächtige Villa mit Erkern und Ecktürmchen. Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels ließ das Solmsschlösschen von 1890 bis 1892 bauen. Entgegen der üblichen Praxis möglichst symmetrisch und klassisch zu bauen, wurde das Schlösschen auf einem unregelmäßigen Grundriss errichtet, der sich durch Größe und Funktion der einzelnen Räume ergab.

Eine weitere Besonderheit: Ab Mitte des 18. Jahrhunderts war Fachwerk noch als „Arme-Leute-Bauweise“ verpönt. Deshalb wurde es oft unter Putz verdeckt. Da beim Solmsschlösschen ein Angehöriger des Hochadels das Baumaterial verwenden ließ, änderte sich das Image. Daraufhin wurde für die Obergeschosse vieler Gebäude Fachwerk genutzt.

Walkmühle

Die Walkmühle blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bevor der Komplex zum heutigen Veranstaltungszentrum mit angeschlossenem Atelierhaus wurde, wurde er ganz anders genutzt. Mitte der 1700er Jahre konnten Handwerker aus den Bereichen Textil- und Eisenverarbeitung die auf dem Gelände errichtete Walkmühle, eine Schleif- und Poliermühle und eine Hanfstampfe gegen Geld für ihre Zwecke nutzen. Später wurde das Gebäude noch zur Gastwirtschaft, zum Tanzsaal und zur Bierbrauerei. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Walkmühle zum Zentrum der Färberei, Wäscherei und der chemischen Reinigung – der entsprechende Schriftzug hängt immer noch am Gebäude.

Rewe Erbenheim

In Erbenheim steht die innovativste Rewe-Filiale in ganz Europa. In einem Gewächshaus auf dem Dach werden Kräuter gezüchtet, im Keller wachsen Fische heran. Fische und Kräuter versorgen sich in zwei ressourcenschonenden Kreisläufen gegenseitig: Die Fische düngen mit ihren Ausscheidungen die Kräuter. Diese wiederum reinigen das Wasser aus den Fischbecken, das dann zu den Barschen zurückfließen kann. Auch die Bauweise des Gebäudes ist außergewöhnlich – das Holz aus zertifiziertem deutschen Anbau wurde so zusammengebaut, dass es leicht wieder auseinandergebaut und wiederverwendet werden kann.

Ihr kennt weitere außergewöhnliche Häuser oder Bauwerke in Wiesbaden? Schreibt es in die Kommentare.

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