5 kuriose Geschichten, die sich in Wiesbaden ereigneten

Wir stellen euch in unserer neuen Serie skurrile Geschichten vor, die sich in Wiesbaden ereigneten.

5 kuriose Geschichten, die sich in Wiesbaden ereigneten

Mit Edding gefälschtes Kennzeichen, Stellenausschreibung nach „Psychopathen“ und taktile Streifen ins Nichts – hier sind fünf kuriose Geschichten aus Wiesbaden.

Pkw-Kennzeichen mit Edding gefälscht

Man kennt es: Der TÜV am Auto ist abgelaufen, man hat es aber zu spät gemerkt. Die meisten Menschen würden die Hauptuntersuchung einfach nachholen, nicht aber ein 30-Jähriger Wiesbadener. Denn der hat kurzerhand einen Edding gezückt und das Datum auf seinem Kennzeichen einfach geändert. Eigentlich keine dumme Idee – von weitem wäre es vielleicht nicht sofort aufgefallen. Allerdings baute der junge Mann einen Unfall, woraufhin die Polizei ihn und sein Auto genauer unter die Lupe nahm.

Und dabei stellte sich nicht nur heraus, dass er das Kennzeichen gefälscht hat, sondern auch, dass er das Datum gegen einen Monat in der Vergangenheit ausgetauscht hat. Das Kennzeichen gehörte außerdem gar nicht zu dem Auto, das er fuhr. Dann war es auch keine Überraschung mehr, dass der Fahrer unter starkem Alkohol- und Drogeneinfluss stand.

Mit Joint in der Tasche im Polizeirevier pöbeln

Ähnlich undurchdacht ging ein 51-jähriger Wiesbadener vor. Er hatte sich scheinbar mit einem Nachbarn gestritten und wollte ihn bei der Polizei anzeigen. Soweit so gut. Fest entschlossen ging er also zum Revier, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Damit hätte er allerdings vielleicht noch ein paar Stunden warten sollen, denn der Streit – und der Alkohol, den er intus hatte – sollten ihn später in eine missliche Lage bringen.

Denn scheinbar aus Frust beleidigte er die Beamten vor Ort, trat auf die Tür des Polizeireviers ein und verletzte sich dabei, sodass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Und als wäre all das nicht genug, stellte sich bei späteren Ermittlungen heraus, dass der Mann zuvor nicht nur auch die Tür seines Nachbarn eingetreten hatte, sondern auch einen Joint bei sich trug, als er ins Polizeirevier ging.

Stellenausschreibung sucht nach „Psychopathen“

Kein Job, keine herausragenden Fähigkeiten, aber ein bisschen „psycho“ bist Du schon? Dann wäre die Stellenausschreibung des Horror-Zirkus im März genau das richtige für Dich gewesen. Im Rahmen der Show „Asylum - Das Irrenhaus“ in Wiesbaden, suchte der Wanderzirkus nach Psychopathen-Darstellern, die die Gäste während des Einlasses erschrecken. Einen Lohn bekamen die „Psychopathen“ zwar nicht, dafür aber Freikarten und freie Verpflegung im Zirkus. Übrigens sucht der Zirkus auch in anderen Städten immer wieder nach Psychopathen- und Patientendarstellern. Für eine Karriere als professioneller Erschrecker in Gruselklamotten ist es also noch nicht zu spät.

Zwergenaufstand

Die Wiesbadenerin Ilona Easley liebt Gartenzwerge. „Sie sind ein Andenken an meine Mutti“, sagt sie. Die hatte vor mehr als 30 Jahren ganze 40 Stück auf dem Vordach und den Fensterbänken ihres Hauses in Wiesbaden aufgestellt. Eine Tradition, die Easley nun fortführt. Doch die Sammel- und Deko-Leidenschaft kam nicht überall gut an – zum Beispiel beim Denkmalschutzamt.

Da Easleys Haus denkmalgeschützt ist, verlangte das Amt, dass die Zwerge entfernt werden. „Der gediegene Auftritt der Architektur wird durch die ‘Verzwergung’ gestört, ja ins Lächerliche gezogen“, erklärte das Amt. „Die Zwerge sind daher unverzüglich vom Gebäude zu entfernen.“ Eine Aufforderung, der Easley inzwischen nachkommen musste, da das Wiesbadener Amtsgericht dem Amt für Denkmalschutz Recht gab. „Andere könnten auf die Idee kommen, ihre Cola-Flaschen-Sammlung als Dekoration an ihr Baudenkmal zu schrauben“, war sich das Amt sicher. Ein ganz schöner Zwergenaufstand.

Wo Blinde gegen die Wand geführt werden

Sogenannte taktile Streifen auf dem Boden dienen Menschen mit einer Sehbehinderung als nützliche Orientierungshilfe. Durch die Rillen oder Noppen können sie etwa an Straßen ertasten, wo der Gehweg entlangführt oder sich an Bahnhöfen leichter zum Gleis orientieren. Auch am Wiesbadener Hauptbahnhof finden sich die wertvollen Streifen.

Dumm nur, dass diese hier geradewegs ins Nichts führen. Denn wer sich an Gleis 5 an dem taktilen Streifen orientiert, wird nach einigen Metern ziemlich alleine gelassen, da der Streifen einfach endet. Schlimmer noch: Er führt schnurstracks auf einen Schaukasten zu. Wer sich hier sputet, um seinen Zug noch zu erwischen, kann schon mal eine blutige Nase durch einen unliebsamen Zusammenstoß davontragen. Besonders bitter: Deutlich sichtbar schlängelt sich ein weißer Streifen um den Schaukasten herum. Dieser führt genau den Weg weiter, den das Blindenleitsystem eigentlich auch gehen könnte. Doch der Streifen ist lediglich sichtbar, nicht tastbar.

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