Ein unerwarteter Hype um das Jugendstilgemälde „Ophelia“ hat dem Museum Wiesbaden 2025 zu einem Besucherrekord verholfen. Auslöser war US-Popstar Taylor Swift, wie das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur mitteilt. Insgesamt kamen 130.986 Gäste, rund 20.000 mehr als im Vorjahr. Damit sei es das zweitstärkste Ausstellungsjahr seit Beginn der Erfassung der Besuchsstatistik vor rund 25 Jahren.
In ihrem Musikvideo „The Fate of Ophelia“ stellt die Sängerin gleich in der Eingangssequenz das Gemälde von Friedrich Heyser nach. Das machte viele Menschen, insbesondere Jugendliche, auf das Kunstwerk und seine Geschichte aufmerksam.
Das führte daraufhin Tausende von Fans, sogenannte Swifties, ins Museum nach Wiesbaden. Viele gaben an, zum ersten Mal auf eigene Initiative ein Museum zu besuchen. Die US-Sängerin sei so zur Kulturvermittlerin geworden und habe den Fans nicht nur „Ophelia“, sondern auch die anderen Sammlungen der Kunst und Natur nähergebracht.
Jubiläum und freier Eintritt als weitere Erfolgsfaktoren
Dazu erhielt das Museum Wiesbaden anlässlich seines 200-jährigen Jubiläums im Jahr 2025 vergangenen April eine Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, die mit freiem Eintritt an den Wochenenden zusätzlich für Besucher sorgte. Dazu erzielten die über 1000 pädagogischen Gruppen ebenfalls einen Rekord. Auch die eintrittsfreien ersten Samstage im Monat sowie der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche trugen zum Erfolg bei.