Mann soll mehrfach mit Metallkugeln auf Ausländer geschossen haben

25-Jähriger trägt Kopfverletzung davon

Mann soll mehrfach mit Metallkugeln auf Ausländer geschossen haben

Ein 54-jähriger Mann aus Taunusstein soll in den vergangenen Monaten immer wieder mit Metallkugeln auf ausländisch aussehende Menschen geschossen haben. Wie die Wiesbadener Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei am Freitagnachmittag mitteilen, wurde dabei ein 25-jähriger Syrer am Kopf verletzt.

Der junge Mann befand sich am Dienstagnachmittag nahe des Zentralen Busbahnhofs in Taunusstein-Hahn, als er von der mit einer Schleuder geschossenen Metallkugel am Kopf getroffen wurde. In der Nacht zu Mittwoch begab der junge Mann sich dann in ein Wiesbadener Krankenhaus, wo seine Verletzung ambulant behandelt wurde.

Die Kriminalpolizei leitete in dem Fall umfangreiche Ermittlungen ein und konnte dank der Aussage einer Zeugin am Donnerstag den 54-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Die Zeugin hatte am Donnerstagmittag gesehen, wie der ihr unbekannte Mann nahe des Busbahnhofs aus einem weißen Wagen heraus mit einer Steinschleuder in Richtung zweier Frauen mit afrikanischem Erscheinungsbild geschossen habe. Die beiden Frauen traf er jedoch nicht.

Fast zeitgleich meldete sich ein 31-jähriger Mann aus Somalia bei der Kriminalpolizei. Er hatte über einen Bekannten von dem Schuss auf den 25-jährigen Syrer erfahren. Der Polizei teilte er mit, dass er bereits Mitte Januar am Busbahnhof von einer Metallkugel getroffen wurde. Da er zum damaligen Zeitpunkt eine dicke Jacke trug, wurde er nicht verletzt - und meldete sich deshalb auch nicht bei der Polizei.

Der verdächtige 54-jährige Tatverdächtige wurde von den Ermittlern noch am Donnerstagnachmittag festgenommen. Sie durchsuchten sein Auto sowie seine Wohnung und fanden dabei unter anderem zwei Schleudern sowie Metallgeschosse, die als Tatwaffen in Frage kommen. Der Mann wird verdächtigt, in mindestens drei Fällen aus einem Auto heraus mit Schleudern auf ausländisch aussehende Personen geschossen zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann dem Haftrichter vorgeführt. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Da die Polizei nicht ausschließen kann, dass es zu weiteren ähnlichen Vorfällen kam, bittet die Wiesbadener Kriminalpolizei mögliche Opfer und Zeugen, sich unter der Telefonnummer (0611) 345-3333 beim Hinweistelefon zu melden. (nl)

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