Streik am Dienstag: Alle Wiesbadener Buslinien betroffen

Bis Betriebsschluss

Streik am Dienstag: Alle Wiesbadener Buslinien betroffen

Im Rahmen der bundesweiten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Dienstag wird auch der Wiesbadener Busverkehr bestreikt. Wie ESWE Verkehr am Montagabend mitteilt, werden davon alle Buslinien und -fahrten des Unternehmens betroffen sein. Nachdem ESWE Verkehr am Nachmittag noch keine genaueren Informationen vorlagen, erhielt das Unternehmen am Abend die offizielle Ankündigung der Gewerkschaft.

Der Streik dauert voraussichtlich den ganzen Dienstag von Betriebsbeginn um 3 Uhr bis Betriebsende um circa 3 Uhr. Ebenso betroffen ist die Mainzer Mobilität, weshalb auch die Gemeinschaftslinien 6, 9, 28 und 33 bestreikt werden. Nach aktuellen Informationen sind die Schienenverbindungen (S-Bahn, Rheingaulinie und Ländchesbahn) innerhalb Wiesbadens beziehungsweise zwischen Mainz und Wiesbaden nicht vom Streik betroffen.

Die unternehmenseigenen Vorverkaufsstellen — also die Mobilitätszentrale am Marktplatz sowie die Mobilitätsinfos am Hauptbahnhof und am Luisenplatz – bleiben den Dienstag über geschlossen. Der Ticketkauf ist aber grundsätzlich weiter an den Fahrscheinautomaten, über die App des RMV und die Vorverkaufsstellen an Kiosken möglich.

Für Regionalbuslinien, die zum Beispiel von Partnern wie der Deutschen Bahn oder Unternehmen wie der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) oder dem Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) betrieben werden, empfiehlt ESWE Verkehr sich auf deren Internetauftritten zu informieren. Über alle S-Bahn-Verbindungen informiert die Seite des RMV.

Für Mittwoch, 30. September, geht der Wiesbadener Mobilitätsdienstleister aktuell davon aus, dass alles wieder nach regulärem Fahrplan läuft.

Alle aktuellen Infos zum Busstreik findet Ihr auf der Webseite von ESWE Verkehr.

Hintergrund:

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll unter anderem die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Seit März fordert die Gewerkschaft auch die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages.

Neben den bundesweiten Forderungen werden in den Ländern weitere Themen verhandelt. In Hessen geht es dabei um die Arbeitsbedingungen von 4.500 Beschäftigten. Verdi fordert hier vor allem die finanzielle Aufwertung der einzelnen Tätigkeiten, da Hessen im Ländervergleich eine hintere Position einnimmt.

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