ESWE Verkehr warnt vor möglichen Busstreiks am Dienstag in Wiesbaden

Beeinträchtigungen auf mehreren Linien angekündigt

ESWE Verkehr warnt vor möglichen Busstreiks am Dienstag in Wiesbaden

UPDATE 28. September, 19 Uhr: Mittlerweile steht fest, dass alle Wiesbadener Buslinien von dem Streik am Dienstag betroffen sein werden. Mehr dazu erfahrt Ihr hier:

Streik am Dienstag: Alle Wiesbadener Buslinien betroffen

Die Gewerkschaft Verdi kündigt für Dienstag, 29. September, bundesweite Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an. Auch in Wiesbaden könnten diese Auswirkungen auf den Busverkehr haben, warnt die ESWE Verkehr am Montag.

Zwar seien bis zum frühen Nachmittag noch keine konkreten Ankündigungen durch die Gewerkschaft bei der ESWE Verkehr eingegangen, jedoch schließt der Mobilitätsdienstleister Einschränkungen am Dienstag nicht aus. „Ob und wenn ja, welches Angebot aufrechterhalten werden kann, kann der Dienstleister zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, so ESWE Verkehr.

Weil jedoch schon sicher ist, dass es bei der Mainzer Mobilität Streiks geben wird, müssen Wiesbadener auf jeden Fall mit Ausfällen auf den gemeinsamen Linien 6, 9, 28 und 33 rechnen. entsprechende Informationen dazu stellt die Mainzer Mobilität online bereit.

Auch wer eine Regionalbuslinie der Deutschen Bahn, der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) oder des Rhein-Nahe-Verkehrs-Verbunds (RNN) nehmen will, sollte sich zeitnah über mögliche Ausfälle informieren. Aktuelle Übersichten über betroffene S-Bahn-Linien in der Region gibt es am Dienstag online beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

Für Fragen und Auskünfte rund um die Verbindungen der ESWE Verkehr stehen am Montag noch bis 19 Uhr Berater telefonisch unter der Rufnummer (0611) 450 22-450 zur Verfügung. Aktuelle Informationen stellt die ESWE-Verkehr außerdem online bereit.

Hintergrund

Im bundesweiten Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten soll durch den Streik der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, die sich bisher gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben. In Hessen sind laut Verdi 4500 Beschäftigte von dem Konflikt betroffen. Die Gewerkschaft fordert hier vor allem die finanzielle Aufwertung der einzelnen Tätigkeiten, da Hessen im Ländervergleich eine hintere Position einnehme. Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung, sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. (nl)

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