So könnt Ihr Wiesbadener Lokale und Läden in der Corona-Krise unterstützen

Wegen Corona sind derzeit die meisten Restaurants und Geschäfte in Wiesbaden geschlossen - eine Situation, die den Unternehmern vor allem finanziell schwer zu schaffen macht. Wie Ihr Euren Lieblingslokalen jetzt helfen könnt.

So könnt Ihr Wiesbadener Lokale und Läden in der Corona-Krise unterstützen

Seit 23. März sind alle Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf decken, geschlossen - gleiches gilt für Restaurants, Clubs und Bars. Die Corona-Krise macht damit auch den lokalen Unternehmern zu schaffen. Viele von ihnen bangen um ihre Existenz und wissen nicht, wie sie diesen Zeitraum finanziell überstehen sollen. Sie sind — gerade jetzt — auf die Unterstützung ihrer Kunden angewiesen. Mehrere Initiativen haben deshalb in Wiesbaden Online-Plattformen gestartet, über die Kunden helfen können.

Wiesbaden.help

„Wir wollen unsere Lieblingsorte in der Krise unterstützen und vor der Insolvenz retten, indem wir ihnen jetzt das Geld zur Verfügung stellen, was wir ohnehin bei ihnen ausgeben würden“ - so beschreiben die Macher von „Wiesbaden.help“ ihr Konzept. Per Paypal-Überweisung können Wiesbadener ihren Lieblingsläden oder -restaurants Geld schicken — und bekommen dafür einen Gutschein ausgestellt, den sie in der Zeit nach Corona im Laden einlösen können.

Wiesbadener Läden, die von Corona betroffen und noch nicht auf der Seite gelistet sind, können über die Website Kontakt aufnehmen und sich eintragen lassen. Für Betroffene gibt es außerdem eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe.

Buy local & Eat local

Mit „Buy local“ und „Eat local“ gibt die Stadt Wiesbaden auf ihrer Website einen Überblick über alle geschlossenen Geschäfte und Gastronomien in Wiesbaden, die Waren, Essen und Getränke jetzt zum Abholen oder per Lieferservice anbieten. Mit dabei sind auch Blumenhändler, Cafés, Spieleshops und Sportgeschäfte. Aktuell arbeitet die Stadt Wiesbaden außerdem an einem Gutschein-Verkauf für lokale Einzelhändler. Anmelden können sich die Unternehmer hier.

lokalkauf

Die Wiesbadener Friederike und Maximilian Seidel haben beim Corona-Hackathon der Bundesregierung vor zwei Wochen das Projekt „lokalkauf“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit 14 Teammitgliedern haben sie nun die erste Version der Plattform entwickelt und live geschaltet. Darauf können sich Gastronomen und Händler aus Wiesbaden registrieren und mit einem kleinen Profil vorstellen — dort können sie auch Bilder hochladen, Öffnungszeiten angeben oder Informationen zu Lieferung und Abholung hinterlegen. Kunden können die Unternehmen dann direkt über die „lokalkauf“-Seite kontaktieren.

Weitere Angebote

Eine Auflistung von lokalen Geschäften, die auch in Zeiten von Corona aktiv bleiben, gibt es auch bei „Offen in Wiesbaden“. Kunden können hier nach Essen, Dienstleistungen, Waren oder Lebensmitteln filtern und sehen in der Übersicht auf einen Blick, welche Läden wann geöffnet haben, was sie anbieten und wie man sie kontaktieren kann. Übrigens: Auch der Kurierdienst vom Kiezkaufhaus ist während der Corona-Krise weiter aktiv.

Ähnlich funktioniert auch die Seite „Help Your Locals“. Auf der Seite stellen sich Wiesbadener Läden mit ihren Angeboten während der Corona-Zeit vor. Mit dabei sind auch Sportstudios, Künstler oder Hebammen, die über die Seite ihr Online-Kursangebot vorstellen.

Nicht einkaufen, sondern auf bereits gezahltes Geld verzichten können Kunden über die Plattform „FAIRzichten“ der Industrie- und Handelskammer (IHK). Über die Website, an der auch die IHK in Wiesbaden beteiligt ist, können Kunden digital Verzichtserklärungen zu ausstehenden Rückerstattungen — beispielsweise für bereits gezahlte Fitnessstudio-Beiträge oder verfallene Konzerttickets — verschicken und die betroffenen Unternehmen so finanziell unterstützen. (ms)

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