Nach Real-Aus in Wiesbaden: Was passiert mit dem Markt in der Äppelallee?

Eigentlich galt es schon so gut wie sicher, dass Edeka die Wiesbadener Real-Märkte übernimmt. Inzwischen ist jedoch klar, dass der Standort in der Mainzer Straße aufgegeben wird. Nun fragen sich alle, was mit dem Markt in der Äppelallee passiert.

Nach Real-Aus in Wiesbaden: Was passiert mit dem Markt in der Äppelallee?

Es war für viele ein völlig unerwartete Nachricht: Der Real-Markt in der Mainzer Straße wird definitiv schließen (wir berichteten). Eigentlich hatte die Supermarktkette Edeka vom Bundeskartelleamt schon grünes Licht für die Übernahme des Markts bekommen, doch zu einer Einigung zwischen den zwei Konkurrenten kam es letztlich nicht. Nun wird der Markt in Südost zum 31. Januar 2022 dichtgemacht. Die Mitarbeiter vor Ort wurden bereits über ihre bevorstehende Kündigung informiert. Durch das plötzliche Aus des Standorts in der Mainzer Straße wird es nun aber auch wieder spannend, wie es mit dem Real-Markt in der Äppelallee weitergeht.

Äppelallee-Center hat neuen Besitzer

Während am Standort in der Mainzer Straße jetzt ein umfangreiches Immobilienprojekt geplant ist, scheint die Zukunft des Standorts in Biebrich wieder offen zu sein. Auf Anfrage teilt ein Real-Sprecher mit, dass es noch keine Entscheidung gebe, wer diesen Markt übernimmt beziehungsweise wie es mit dem Standort im Äppelallee-Center weitergeht, in dem Real Ankermieter ist. Dort hat es nämlich vor Kurzem einen Besitzerwechsel gegeben. Die auf großflächige Einzelhandelsimmobilien spezialisierte redos Gruppe aus Hamburg hat das Äppelallee-Center gekauft.

Über den Kaufpreis des 26.000 Quadratmeter großen Fachmarktzentrums wurde laut Angaben der redos Gruppe Stillschweigen vereinbart. Vom Center in Biebrich ist das Hamburger Unternehmen jedoch voll überzeugt: „Mit dem Äppelallee-Center haben wir uns ein vielversprechendes frequenz- und umsatzstarkes Objekt gesichert. Lage und Erreichbarkeit sind außergewöhnlich gut. Vor diesem Hintergrund sehen wir hier attraktive Vermietungsperspektiven und damit deutliches Entwicklungs- und Wertsteigerungspotenzial“, sagt Frank Eckervogt, Managing Director bei redos.

Doch welche Vermietungsperspektiven gibt es nun konkret, speziell im Hinblick auf einen Real-Nachfolger? Auf Anfrage von Merkurist teilt redos mit, dass bisher noch kein konkreter Kandidat für die Übernahme benannt werden kann. „Dass der Standort als großer Lebensmittelstandort erhalten bleibt, ist aber auf jeden Fall weiterhin im Interesse von redos und das klare Ziel“, so ein Sprecher. Ob nun Edeka automatisch Übernahme-Kandidat für den Standort ist, kann aber nicht bestätigt werden. Grundsätzlich sei es zutreffend, dass nach der Entscheidung des Bundeskartellamts der Weg für Edeka frei ist, sagt der Sprecher. „Allerdings gibt es auch weitere Interessenten, die sich als Alternativen ins Spiel gebracht haben und die durchaus als attraktive Optionen gelten können.“ Daher sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um sich konkreter über einen neuen Mieter zu äußern, so der Sprecher abschließend.

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