Wiesbaden startet ersten autofreien Tag

Nachdem der erste Superblock-Sonntag in Wiesbaden im letzten Jahr abgesagt werden musste, soll er nun in diesem Sommer stattfinden. Am 3. Juli werden mehrere Straßen zu autofreien Zonen.

Wiesbaden startet ersten autofreien Tag

Eigentlich sollte schon im letzten Herbst der erste autofreie „Superblock-Sonntag“ in Wiesbaden stattfinden. Wegen der steigenden Corona-Inzidenz sagte die Stadt das Event jedoch kurz vor dem Start ab (wir berichteten). Jetzt steht ein neuer Termin fest: Am 3. Juli sollen von 10 bis 20 Uhr mehrere Straßen für Autos gesperrt und stattdessen zu „öffentlichen Wohnzimmern für alle“ werden.

Mehrere autofreie Zonen

Der „Superblock-Sonntag“ soll zeigen, wie eine menschengerechtere Innenstadt aussehen könnte. Ziel ist es, den Raum durch autofreie Zonen gerechter zu verteilen, klimafreundlicher zu gestalten und mehr Platz für Mensch und Natur zu schaffen. Dafür werden mehrere Häuserblocks und Straßenzüge zu einem Superblock zusammengefasst, in dem dann einzelne Straßen gesperrt oder zu verkehrsberuhigten Zonen werden. Am 3. Juli sind das Straßen im inneren Rheingauviertel, in Wiesbaden-Mitte und im inneren Dichterviertel:

Dort können Anwohner dann zum Beispiel Bänke und Tische auf die Straße stellen, sich zum Essen treffen, Musik machen oder einen Flohmarkt veranstalten. Wer selbst größere oder kleinere Aktionen planen möchte, kann diese online anmelden, um die Organisation zu erleichtern. „Nutzen Sie den Superblock-Sonntag mit Ihrer Familie, Ihrem Verein oder lokalem Geschäft, mit Freunden und Nachbarn für Aktivitäten vor Ihrer Haustür“, heißt es in einem Flyer. „Willkommen ist alles, was Ihnen einfällt – und was an einem normalen Sonntag in Ihrem Viertel nicht möglich wäre.“ Für Anwohner mit Autos werden an dem Tag kostenfreie Ersatzparkplätze in der Umgebung zur Verfügung gestellt. Autos, die in den Superblöcken stehen, müssen am 3. Juli bis 8 Uhr umgeparkt werden.

Das Konzept des Superblock-Sonntags stammt ursprünglich aus Barcelona. Die Anregung, das Konzept auch in Wiesbaden umzusetzen, kam vom Jugendparlament. Gemeinsam mit der Stadt will das Jugendparlament damit auf den in 2019 ausgerufenen Klimanotstand aufmerksam machen und mögliche Maßnahmen zum Schutz des Klimas aufzeigen.

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