Viele Flugausfälle am Frankfurter Flughafen am Dienstag

Gewerkschaft verdi ruft zum Streik im Luftsicherheitsbereich auf

Viele Flugausfälle am Frankfurter Flughafen am Dienstag

Weil am Dienstag (15. März) Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich streiken werden, wird es den ganzen Tag über zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr am Frankfurter Flughafen kommen. Der Flughafenbetreiber Fraport bittet alle Passagiere, die ihre Reise in Frankfurt starten möchten, nicht zum Flughafen zu kommen.

„Die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs werden ganztägig nicht besetzt sein. Fluggäste, die ihre Reise in Frankfurt beginnen, werden so während der gesamten Streikdauer keine Möglichkeit haben, ihren Flug zu erreichen“, heißt es von Fraport. „Wir bitten alle Passagiere, die ihre Reise in Frankfurt beginnen möchten, von einer Anreise zum Flughafen abzusehen.“ Betroffene Passagiere sollen sich an die jeweilige Airline oder ihren Reiseanbieter wenden. Umstiege werden am Flughafen voraussichtlich möglich sein, es wird aber mit Beeinträchtigungen und Verzögerungen gerechnet.

Lohnanhebungen gefordert

Zu dem Streik hatte die Gewerkschaft verdi an mehreren Flughäfen aufgerufen. Grund ist der Tarifkonflikt zwischen verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). „Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, damit die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen werden können. Deshalb muss der Lohn um mindestens um 1 Euro angehoben werden“, so verdi dazu. Das Arbeitgeberangebot liege weit unter der Forderung der Beschäftigten.

Konkret fordern die Luftsicherheitskräfte eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll der Lohn für die Luftsicherheitskräfte in der Fracht- und Personen/Warenkontrolle auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten angehoben werden. Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung sowie in der Dokumentenkontrolle soll ebenfalls bundesweit das gleiche Stundenentgelt gezahlt werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten soll abgeschafft werden.

„Vor allem zur Angleichung der regionalen Löhne liegt kein Angebot vor, trotz der Zusage der Arbeitgeber, in dieser Tarifrunde über eine zu verhandeln.“ - Verdi

Drei Verhandlungsrunden über den neuen Tarifvertrag für bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte waren bisher ohne Ergebnis geblieben. „Vor allem zur Angleichung der regionalen Löhne liegt kein Angebot vor, trotz der Zusage der Arbeitgeber, in dieser Tarifrunde über eine zu verhandeln“, sagte verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Beide Seiten wollen sich am 16. und 17. März in Berlin zu weiteren Verhandlungen treffen.

Außer am Frankfurter Flughafen wird am Dienstag auch in Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden gestreikt. Am Montag war bereits an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf, Hannover, Bremen, Leipzig und Berlin gestreikt worden.

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