Der harte und wechselhafte Winter setzt den Straßen in Wiesbaden stark zu. Das Tiefbau- und Vermessungsamt rechnet in dieser Saison mit mehr als 5.000 Schlaglöchern, wie die Stadt am Dienstag mitteilt. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
Die Ursache für die massiven Schäden ist das ständige Auf und Ab der Temperaturen. Seit November gab es laut Stadt bereits 27 Frost-Tau-Wechsel. Dabei dringt Wasser in kleine Risse im Asphalt, gefriert, dehnt sich aus und sprengt so die Fahrbahndecke auf. Bürger können Straßenschäden auch über den stadteigenen Schlaglochmelder online melden. Diese Meldungen würden in der Regel innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und die Löcher beseitigt.
Vier Reparaturtrupps im Dauereinsatz
Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, seien aktuell vier Reparaturtrupps im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Sie konzentrieren sich darauf, die akutesten Gefahrenstellen zu entschärfen. Allein für diese kurzfristigen Reparaturen durch externe Firmen sind laut Stadt in diesem Winter bereits Kosten von rund 230.000 Euro entstanden.
Finanzierung für Sanierung nicht ausreichend
Trotz des hohen Einsatzes stößt die Stadt nach eigenen Angaben bei der Instandhaltung an finanzielle Grenzen. Das Programm zur Erneuerung der Fahrbahndecken, das es seit 2005 gibt, sei mit jährlich rund 700.000 Euro ausgestattet. Dies sei zu wenig, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
Für den gesamten Betrieb und die Instandhaltung der Straßen stehen 2026 zwar rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Tiefbauamt schätzt den tatsächlichen Bedarf für eine umfassende Sicherung der Straßen jedoch auf etwa das Doppelte. Die Stadt hofft daher auch auf finanzielle Unterstützung durch das Infrastrukturpaket des Bundes.