Kaltes LED-Licht auf Wiesbadener Straßen

Was ist aus den ursprünglich verwendeten LED-Lampen geworden? Diese generierten ein gelbliches, warmes Licht. Die derzeitigen Straßenlaternen hingegen reflektieren in einem kühlen Weiß.

Kaltes LED-Licht auf Wiesbadener Straßen

Bisher erstrahlten Wiesbadens Straßen in einem warmen Gelb, aktuell jedoch in einem kalten Weiß. Das macht die Straßen zwar heller, steht aber auch in einem größeren Kontrast zu den Wiesbadener Altbauten. Was steckt dahinter?

Um Energie zu sparen, wurden die zuvor verwendeten Quecksilberdampfleuchten 2008 durch Natriumdampflampen ersetzt. Hierbei wechselte die Lichtfarbe von Weiß zu Gelb, womit Energie gespart werden konnte. Das führte dazu, dass zwischen 2009 und 2017 2.500.000 Kilowattstunden (kWh) eingespart werden konnten.

Bei den ersten Einbauten von LED-Leuchten 2014 und 2015, stand die Energieeinsparung im Vordergrund, außerdem gab es mit LED-Lampen im Bereich Straßenbeleuchtung noch keine Langzeiterfahrung. Leuchten mit einer Farbtemperatur von 4000 Kelvin (K), die ein tageslichtweiß reflektieren, sind circa 30 Prozent effizienter als 3000-K-Leuchten, die eher warmweiße leuchten, erklärt das Tiefbau- und Vermessungsamt. Erst im Laufe der Zeit äußerten die betroffenen Bewohner den Wunsch nach wärmerem Licht.

Darauf reagierte die Stadt 2018 und legte fest, dass in Anwohner- und Nebenstraßen ab sofort nur noch Leuchten mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin verbaut werden. Mittlerweile sind 3171 Laternen mit LED-Leuchten im Stadtgebiet bestückt, wovon etwa 15 Prozent LED-Leuchten über das warmweiße 3000 K verfügen.

Während an Fußgängerüberwegen in Anwohner- und Nebenstraßen aus Sicherheits- und Sichtbarkeitsgründen mit einer Farbtemperatur von 4000 Kelvin beleuchtet wird, werden auf Fußgängerüberwegen in Hauptverkehrsstraßen sogar Leuchten mit einer Farbtemperatur von 5700 K eingesetzt. Dadurch, dass diese Leuchten noch heller strahlen, sollen Fußgänger im Dunkeln besser wahrgenommen werden. (ts)

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