Die Initiative „Stille Stunde“ in Wiesbaden feiert ihr einjähriges Bestehen und gewinnt zwei neue Partner. Wie die Landeshauptstadt mitteilt, engagieren sich seit dem Start am 7. Juli 2025 zahlreiche Unternehmen für ein reizärmeres Umfeld für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen. Wiesbaden ist die erste Stadt in Deutschland, die die „Stille Stunde“ stadtweit koordiniert. Stadtführer
Stille Stunde in Radio und in Kirche
Pünktlich zum Jubiläum ist Antenne Wiesbaden als neuer Partner dazugekommen. Seit Montag, 29. Juni, gibt es dort das Programmspecial „Die Stille Stunde im Radio“. Es wird von montags bis donnerstags zwischen 20 und 21 Uhr ausgestrahlt und setzt auf ruhige Musik, leise Moderationen und den Verzicht auf laute Jingles. „Mit diesem neuen Format setzen wir ein Zeichen für mehr Inklusion und Teilhabe“, erklärt Corinna Sievert, Geschäftsführerin von Antenne Wiesbaden.
Ab Donnerstag, 2. Juli, beteiligt sich auch die Evangelische Marktkirche an der Initiative. Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr wird die Kirche zu einem „Kirchenraum der Stille“. In dieser Zeit schweigen das Glockenspiel und die Kirchenglocken, es finden keine Orgel- oder Chorproben statt und die Beleuchtung wird gedimmt. „Dazu gehört auch, dass wir für zwei Stunden die Kirchenglocken nicht läuten lassen – für uns ein starkes Zeichen für dieses wichtige Engagement“, sagt Dr. Margot Klee, Vorsitzende des Kirchenvorstandes.
Weitere Partner sollen folgen
Das Interesse an der „Stillen Stunde“ ist laut Stadt weiterhin groß. Im September sollen mit dem Freizeitbad Mainzer Straße und der Kaiser-Friedrich-Therme weitere Partner hinzukommen, die ein besonderes Bade- und Saunaerlebnis der Ruhe anbieten wollen. Mit weiteren Interessenten liefen bereits Gespräche.
„Ich freue mich, dass die ‚Stille Stunde‘ seit einem Jahr Dank der vielen, unterschiedlichen Akteure stetig gewachsen und zu einem Erkennungsmerkmal der Stadt Wiesbaden geworden ist“, so Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. „Die ‚Stille Stunde‘ schafft Räume, in denen mehr Teilhabe möglich ist – ein Gewinn für die ganze Stadtgesellschaft.“ Die Schirmherrschaft haben außer Mende auch die hessische Sozialministerin Heike Hofmann übernommen.
Unternehmen und Einrichtungen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, können sich per E-Mail an citymanagement@wiesbaden.de und inklusion@wiesbaden.de an die Landeshauptstadt Wiesbaden wenden.